Orchester, Oper, Chor, Ballett

Öffentliche Generalprobe (SWOM)

Licht und Gold - Unerhörte Klangwelten
Symphonic Wind Orchestra Mannheim (SWOM)
Sinfonisches Blasorchester der Musikhochschule Mannheim
Cristian Guerrero, Flöte
(Klasse Prof. Jean-Michel Tanguy)
Leitung: Prof. Hermann Pallhuber

Mittwoch, 13. November 2019
19:00
Uhr
Epiphaniaskirche
Andreas-Hofer-Str. 39
68259 Mannheim-Feudenheim
Eintritt frei

Programm

 

 

 

Nicolai
Rimsky-Korsakow
1844-1908

 

 

Procession of the Nobles
Cortège aus der Suite "Mlada"

- Allegro moderato e
maestoso

 

 

David Maslanka

1943-2017

 

"Give us This Day"
Short Symphony for Wind Ensemble

- Moderately slow
- Very fast

 

 

Frigyas Hidas

1928-2007

 

Flötenkonzert No. 2
„Ohio Concerto"
-Sostenuto

-Allegretto
-Allegro

 

Cristian Guerrero, Flöte

(Klasse Prof. Jean-Michel Tanguy)

 

 

PAUSE

 

 

Eric Whitacre

*1970

 

 

„Lux Aurumque" (2005)
- Adagio, molto legato

 

 

Percy A. Grainger

1882-1961

 

„Lincolnshire Posy"
-
Lissabon

- Horkstow Grange

- Rufford Park Poachers

-The Brisk Young Sailor

- Lord Melbourne

- The Lost Lady Fund

 

 

 

Symphonic Wind Orchestra Mannheim (SWOM)

Leitung: Prof. Hermann Pallhuber

 

Wir weisen darauf
hin, dass Bild- und / oder Tonaufnahmen bei der Veranstaltung aus
urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet sind.

Sehr
geehrte Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher!

Licht und Gold - geheimnisvolle
Begriffe für einen Konzertabend, der Sie auf „unerhörte" Weise in die Welt
der Blasorchestermusik mitzunehmen versucht. Es ist eine Welt voll
schillernder Klangfarben und ungewohnter Höreindrücke, inspiriert und
fasziniert vom großen Klang der Instrumente eines „Harmonieorchesters".

Seit
drei Jahren wird an unserer Musikhochschule in Mannheim mit der Gründung des
Landeszentrums für Dirigieren in Baden-Württemberg auch Dirigieren von
Blasorchestern in vollem Umfang mit allen Ausbildungs- und
Abschlussmöglichkeiten unterrichtet. Es war daher nötig, ein entsprechendes
Hochschulorchester - genau gesagt ein Hochschulblasorchester - am Haus zu
installieren, das die Studierenden der Blasinstrumente - unterstützt von
tiefen Streichern und Schlagwerkern - mit den Dirigierstudierenden vereint,
um gemeinsam am und in diesem neuen Orchesterapparat „Blasorchester" zu
lernen.

Mit
dem Studienjahr 2019/2020 findet nun bereits die dritte Arbeitsphase dieses
hochschuleigenen Orchesters statt, das Ihnen zunächst die Klassiker der
Blasorchesterliteratur - sozusagen unser primäres Repertoire in Originalen
und den genretypischen Transkriptionen - präsentiert. Ein Hochschulorchester
unterliegt durch den Studienbetrieb naturgemäß einer ständigen personellen
Fluktuation, die Segen und Fluch zugleich bedeutet: Ersteres, weil sich kaum
ein Routinebetrieb einstellen kann und jede Arbeitsphase immer zu einer neuen
Herausforderung wird, die von der Verlockung des Erstmaligen und Einmaligen
lebt. Zweiteres, weil gerade ein Blasorchester, eine buchstäbliche
Inspiration des Miteinander und der Klangentwicklung von Grund auf benötigt.
Der „Spiritus" und die „Anima" lassen sich in den zeitlich kurzen Segmenten
mit immer wieder neuer Klangvielfalt zwar hörbar entwickeln, stellen aber den
größten Anspruch an unsere Arbeit dar.

„Unerhörte
Klangwelten" funkeln in Licht und Gold mit Kompositionen aus Russland,
Amerika, Ungarn und England: Nikolai
Rimsky-Korsakows feierliche „Cortège" aus der Suite „Mlada" eröffnet,
bereitet den Weg in die Welten neuer Klänge David Maslankas, Klänge voller
Hoffnung und Schönheit. „Give us this Day" - entnommen aus dem „Vater
unser" - vereint christliche und buddhistische Momente spiritueller Musik. Cristian Guerrero
aus der Klasse von Prof. Jean Michel Tanguy wird der Solist des Abends beim zweiten
Flötenkonzert von
Frigyes Hidas sein. Hidas schrieb
dieses Konzert ausdrücklich für Bläser, Harfe, Celesta und Schlaginstrumente
und führt uns mit dem Krippenlied des zweiten Satzes ebenso in die
weihnachtliche Zeit wie die darauffolgende (Klangfarben-)Komposition des
Amerikaners Eric Whitacre, der sein Lux Aurumque ursprünglich auf
einen Text von Edvard Esch für gemischten Chor komponierte: „Light, warm
and heavy as pure gold, and the angels sing softly to the newborn king."

Percy Aldrige Graingers Lincolnshire Posy wurde 1937 für Blasorchester
komponiert und ist ein Klassiker des Blasorchesterrepertoires. Während der
Zeit zwischen 1905 und 1906 sammelte Grainger in der Grafschaft Lincolnshire
Volkslieder, die er in diesem Werk verarbeitete. Die sechs Sätze
portraitieren die Sänger und Sängerinnen, die diese Melodie darbrachten.
Manchmal grotesk und ungewohnt, aber stets kreativ und meisterhaft wirkt die
Musik Graingers.

Wir wünschen Ihnen einen „unerhört" sinnlichen Abend
in klanglichem Licht und Gold! (Prof. Herrmann Pallhuber)

Cristian Guerrero, geb. in Bogotá,
Kolumbien, begann mit seinem Flötenstudium bei Luis Pérez bei den „Jungen
Kolumbianischen Symphonikern", wo er fünf Jahre lang an verschiedenen
Symphoniekonzerten und Kammermusikkonzerten als erster Soloflötist teilnahm.

Danach
absolvierte seinen Bachelor an der Nationalen Universität von Kolumbien, bei
Prof. Kiril Grozdanob. 2003 gewann er den Wettbewerb als Solo-Flöte des
Nationalen Symphonieorchesters Kolumbien.

Beim
2001, 2002 und 2004 ausgetragenen Wettbewerb wurde er mit dem Preis

"
Montag der Jungen Interpreten" des Konzertsaals der Bibliothek Luis Ángel
Arango ausgezeichnet.

Als
Soloflötist spielte er mit dem „Jungendsymphonieorchster", dem „Symphonieorchester
von Kolumbien" und dem Symphonieorchester „EAFIT".
Er absolvierte das Masterprogramm an der Hochschule für Musik in Dresden bei
Prof. Stéphane Réty.

Zurzeit
spielt er als Solo-Flötist im Bogota Philharmonic Orchestra und studiert im Zusatzstudium
an der Hochschule für Musik Mannheim bei Prof. Jean-Michel Tanguy.

 

 

Prof. Hermann Pallhuber
erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst an den Konservatorien in
Innsbruck und Wien (Klavier, Posaune, Ensembleleitung) und studierte dann an
der Universität Mozarteum in Salzburg und Innsbruck Musikpädagogik
(Musikerziehung) mit den Schwerpunkten in Ensemble- und Chorleitung, Posaune
und Klavier. An der Universität Innsbruck absolvierte er zudem das Studium
der Klassischen Philologie (Latein). Nach Unterrichts- und
Dirigiertätigkeiten von 1994 bis 2004 an Gymnasien, Musikschulen, an der
Pädagogischen Hochschule in Tirol und an der Universität Innsbruck setzte er
seine Kompositions- und Dirigierstudien an den Musikhochschulen in Zürich und
Augsburg fort, wo er im Fach „Dirigieren - Blasorchesterleitung & Instrumentation"
mit dem künstlerischen Diplom der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg
abschloss.

Viele Jahre lang war Hermann Pallhuber künstlerischer Leiter
verschiedener Orchester (Wind Music Project der Musikhochschule Stuttgart,
Three Lions Brass Band Stuttgart, Brass Band Tirol, Sinfonisches
Blasorchester Innsbruck-Land, Tiroler Bläserphilharmonie, Symphonic Winds
Tyrol u.a. Collegium Musicum der Universität Innsbruck u.a.), mit denen er in
einer regen Konzerttätigkeit vielbeachtete Erfolge erzielen konnte. Darüber
hinaus gestaltete und moderierte er von 2001 bis 2016 Fachsendungen für
Blasmusik im Österreichischen Rundfunk (ORF). Hermann Pallhuber ist
international als Gastdirigent, Juror, Komponist und Dozent für Blasorchester
tätig. Seine Kompositionen erscheinen im Verlag Faber Music London und
Beriato (De Haske / Hal Leonard).

Seit 2009 lehrt Hermann Pallhuber in Deutschland zunächst an
der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo
er 2013 zum Honorarprofessor für Blasorchesterleitung ernannt wurde. Seit
2011 führt er zusätzlich zu seiner Lehrtätigkeit in Deutschland eine Klasse
in Blasorchesterleitung am Tiroler Landeskonservatorium. Prof. Pallhuber ist
ebenso Dozent für Dirigieren an der Deutschen Bläserakademie der Sächsischen
Bläserphilharmonie in Bad Lausick. Im Oktober 2016 folgt Hermann Pallhuber
dem Ruf auf die Professur für Dirigieren und Leitung von Blasorchestern an
die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.