Hochschulkonzerte

Duo Flöte-Klavier

Tatjana Ruhland, Flöte als Gast
Rudolf Meister, Klavier
Werke von Bach, Brahms, Prokofieff, Martin, Roussel, Fauré und Bizet-Borne

Mittwoch, 20. November 2019
19:00
Uhr
Musikhochschule Mannheim
Kammermusiksaal
N 7, 17
68161 Mannheim
Eintritt frei

Programm

 

 

 

 

Johann Sebastian
Bach
1685-1750

 

 

 

Sonate
E-Dur für Flöte und Continuo

BWV
1035

- Adagio ma non tanto

- Allegro

- Siciliano

- Allegro assai

 

 

 

Johannes Brahms

1833-1897

 

 

 

 

Intermezzo Es-Dur op. 117 Nr. 1

für Klavier solo

 

Sergei Prokofiev

1891-1953

 

 

 

Sonate D-Dur für Flöte und Klavier op. 94

- Moderato

- Scherzo. Presto

- Andante

- Allegro con biro

 

 

 

 

 

- Pause -

 

 

 

Frank Martin

1890-1974

 

 

 

 

Ballade für Flöte und Klavier

 

Claude Debussy

1862-1918

 

 

 

 

Syrinx für Flöte solo

 

 

 

 

 

Albert Roussel

1869-1937

 

 

 

Joueurs de Flûte für Flöte und Klavier

- Pan. Très lent

- Tityre. Vif

- Krishna. Lent

- Monsieur de la Péjaudie. Modéré

 

 

Gabriel Fauré

1845-1924

 

 

 

 

Nocturne Des-Dur Nr. 6 op. 63

für Klavier solo

Georges Bizet

1838-1875

 

 

 

Carmen Fantasie für Flöte und Klavier

(arr. François Borne)

 

 

 

Wir weisen darauf
hin, dass Bild- und / oder Tonaufnahmen bei der Veranstaltung aus
urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet sind.

 

 

Als
„Paganini der Flöte" wurde OPUS KLASSIK-Preisträgerin Tatjana Ruhland einmal von einem Kritiker beschrieben, und im
Dezember 2018 nannte sie der Tagesspiegel anlässlich von Debussys „Prélude à
l'après-midi d'un faune" mit den Berliner Philharmonikern „einen fabelhaften
Faun" und resümierte: „Schon für die ersten Takte ist der Jubel am Ende
verdient". Im Fono Forum hieß es über eine ihrer CDs, Ruhland könne „alles
ausspielen: Virtuosität, Übergänge, Kontraste". Nach ihrer Einspielung von
Flötenwerken Carl Reineckes beschrieben die Rezensenten Tatjana Ruhland als
„Spitzenklasse ihrer Zunft" und „virtuose und volatile Flötistin" mit „warmem
Ton voller Gestaltungsintensität." Diese Aufnahme, von der Zeitschrift
Crescendo als „leidenschaftliche Liebeserklärung" gewürdigt, wurde 2018 mit
dem OPUS KLASSIK als Konzerteinspielung des Jahres ausgezeichnet.

Ihre
musikalische Kompetenz und inspirierende Bühnenpräsenz setzt Tatjana Ruhland,
die spätestens seit ihrem Debüt in der New Yorker Carnegie Hall zu den
profiliertesten Vertreterinnen ihres Instruments zählt, für durchdachte
Programme und anspruchsvolle Projekte ein. So wurde sie vom Festival
Heidelberger Frühling erneut eingeladen, um im April 2019 eine
Auftragskomposition - ein Flötenkonzert von David Philip Hefti -
uraufzuführen. In den letzten Jahren ist die Flötistin u.a. bei so namhaften
Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Mozartfest Würzburg, dem Musikfest
Stuttgart, dem Prager Frühling und dem Festival de Radio France aufgetreten.
Sie spielte darüber hinaus im Orchester der Bayreuther Festspiele unter
Christian Thielemann. Weitere Konzertreisen führten sie zu Solokonzerten u.a.
nach Belgien, Italien, Japan, Taiwan, Brasilien, Argentinien und in die USA.
Als Solo-Flötistin des SWR Symphonieorchesters und als regelmäßiger Gast
weiterer Rundfunkorchester trat sie u.a. in der Suntory Hall Tokio, dem
Concertgebouw Amsterdam, der Londoner Royal Albert Hall, der Philharmonie und
dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Musikverein und
Konzerthaus Wien sowie der Tonhalle Zürich auf.

Tatjana
Ruhland musizierte als Solistin mit bedeutenden Klangkörpern (u.a. SWR
Symphonieorchester, Bayerisches Staatsorchester München, Berliner und Prager
Symphoniker, Bach Collegium Stuttgart, Heilbronner Kammerorchester) und bei
Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, dem Lucerne Festival und den
Londoner „Proms" sowie als kammermusikalische Partnerin mit Hilary Hahn,
Wen-Sinn Yang, Emmanuel Pahud, Angela Hewitt, Matthias Goerne, Christine
Schäfer, Christina Landshamer, Eckart Heiligers, Matthias Höfs, Christian
Schmitt und Yaara Tal. Vor den neuesten Alben mit Musik von Reinecke,
Penderecki, Bach und des (von Goethe hoch verehrten) August Eberhard Müller
sind bereits Einspielungen kammermusikalischer Werke von Charles Koechlin und
Mel Bonis erschienen.

Als
gefragte Pädagogin gibt Tatjana Ruhland Meisterkurse in Europa, Japan und den
USA. So war sie als Dozentin an der Manhattan School of Music und der
Juilliard School in New York zu Gast, außerdem an der Carnegie Mellon
University in Pittsburgh und dem NRW Orchesterzentrum Dortmund. Von 2009 bis
2017 unterrichtete sie eine Flötenklasse an der Hochschule für Musik in
Saarbrücken. Als Jurorin ist die Musikerin bei internationalen Wettbewerben
in Deutschland und Japan tätig.

Die
1972 in Regensburg geborene Flötistin wurde in München und New York
ausgebildet und bei mehreren internationalen Wettbewerben (u.a. in Prag, Kobe
und New York) ausgezeichnet. Ihre Position als Solo-Flötistin des SWR
Symphonieorchesters (früher Radio-Sinfonieorchester Stuttgart) hat Tatjana
Ruhland seit 2000 inne.

Tatjana
Ruhland spielt Instrumente von Muramatsu und V.Q.Powell.

 

Mit
dem BBC Music Award (2018) wurde erneut die pianistisch-interpretatorische
Qualität der Aufführungen Rudolf
Meisters
durch die Verleihung eines bedeutenden Preises gewürdigt. Schon
30 Jahre zuvor resümierte der Berliner Tagesspiegel: „....manchmal stimmt es
eben doch: nomen est omen".

 

Rudolf
Meister trat weltweit als Solist mit mehr als 40 Orchestern auf - u. a. unter
der Leitung seines Bruders Cornelius Meister - sowie als Kammermusiker mit
berühmten Partnern wie Ulf Hoelscher, Isabelle van Keulen, Viviane Hagner,
Marco Rizzi oder István Várdai. Dabei führten ihn seine Tourneen in Säle wie
das Lincoln Center (New York), Tokyo Bunka Kaikan, Seoul Arts Center,
ABC-Hall (Sydney), Salle Gaveau (Paris), Musikverein und Konzerthaus (Wien),
Berliner Philharmonie und Festspielhaus Baden-Baden sowie zum Rheingau Musik
Festival und Schleswig-Holstein Musik Festival. Daneben entstanden zahlreiche
CD-Einspielungen, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Grammophon Gesellschaft und Toshiba EMI.

 

Mit
26 Jahren wurde Rudolf Meister auf eine Professur an die Staatliche
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim berufen, nachdem er
bereits als Paul Badura-Skodas Assistent an der Wiener Musikhochschule
gelehrt hatte. Seit 1997 führt er die Hochschule als mittlerweile
dienstältester Rektor Deutschlands. Er unterrichtete als Gast an den
wichtigsten außereuropäischen Musikhochschulen - u.a. The Juilliard School,
New York, Yale University (School of Music), Beijing Central Music
Conservatory und Seoul National University - sowie an zahlreichen
Musikhochschulen in Europa. Daneben leitete er in 13 Ländern weltweit
zahlreiche Meisterkurse. Seine Studierenden sind Preisträger bei wichtigen
nationalen und internationalen Wettbewerben (unter anderem Internationaler
Musikwettbewerb der ARD), und er ist auch selbst regelmäßig Juror derartiger
Wettbewerbe. Er engagiert sich auch im Bereich der Studienvorbereitung, seine
Vorstudierenden gewannen zahlreiche Preise bei internationalen
Jugendwettbewerben sowie bei „Jugend musiziert" (u. a. 1. Preis
Bundeswettbewerb Klavier Solo mit der Höchstpunktzahl).

 

Rudolf
Meister ist Vorstandsmitglied der Rektorenkonferenz der deutschen
Musikhochschulen in der HRK, 1. Vorsitzender der Internationalen
Max-Reger-Gesellschaft und Vorsitzender des Fachbeirats der Popakademie
Baden-Württemberg, er war stellvertretender Vorsitzender der internationalen
Vereinigung der führenden Mozart-Städte „Mozart-Wege" und Honorarprofessor
des Konservatoriums Novosibirsk. Für sein umfassendes kulturelles Engagement
wurden ihm die Ehrennadel der Stadt Goslar und die George Enescu-Medaille des
Rumänischen Kulturinstituts verliehen.

 

Der
1963 in Heidelberg geborene Künstler schloss bereits als 20jähriger sein
Studium an der Musikhochschule Hannover mit der Reifeprüfung ab (Prof.
Konrad Meister). Ausgezeichnet durch mehrere Stipendien des
österreichischen Bundesministers für Wissenschaft und Forschung setzte
Rudolf Meister sein Studium an der Wiener Musikhochschule fort (Prof.
Paul Badura-Skoda). Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er bereits damals
durch den Gewinn internationaler Wettbewerbe bekannt. An der New Yorker
Juilliard School studierte Rudolf Meister als Stipendiat der Studienstiftung
des deutschen Volkes (Prof. Jacob Lateiner). Weitere Förderung erhielt er
durch die Aufnahme in die Künstlerliste des Deutschen Musikrats.