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Werkstattabend VIII - Die Vögel des Papageno

Ein SzeneLab mit Studierenden des Instituts für Musiktheater, der Bachelor- und Master-Studiengänge Gesang, sowie der Schulmusik
Szenische Leitung: Susanne Gauchel
Musikalische Leitung: Barbara Baun und Chenglin Li (Klasse Prof. Cosima Sophia Osthoff)
im Rahmen des City of Music Festival®

Donnerstag, 7. November 2019
19:00
Uhr
Musikhochschule Mannheim
Hans-Vogt-Saal
N 7, 18
68161 Mannheim
Eintritt frei

Werkstattabend VIII - Die Vögel
des Papageno

Szenische
Collagen zur „Zauberflöte" von W. A. Mozart (1756-1791) und Emanuel Schikaneder (1751-1812)

 

 

 

 

 

Programm

 

 

 

 

Wolfgang Amadeus
Mozart
1756-1791

 

 

Die
Vögel des Papageno

 

Szenen
aus "Die Zauberflöte"

 

 

 

Szene
1: Papageno - Der Papagei

 

 

 

Szene
2: Sprecher - Der Mönchsgeier

 

 

 

Szene
3: Tamino - Der Schopfpinguin

 

 

 

Szene 4: Monostatos - Der Zaunkönig

 

 

Szene
5: Sarastro - Der Albatros

 

 

 

Szene
6: Die Drei Damen - Die Habichte

 

 

 

Szene 7: Die Königin - Der Falke

 

 

Szene 8: Pamina - Die Gartenpfautaube

 

 

Szene
9: Papagena - Das Rosenköpfchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitwirkende

 

 

 

 

Papageno

 

Manuel Heuser

Sarastro

 

Lennart Kost

Sprecher

 

Gideon Henska

Monostatos,
Paminas Vater,
Psychiater

 

 

Johannes Schulz

Königin
der Nacht

 

Ana Sipka

Königin
der Nacht

 

Sungeun Choi

Erste
Dame

 

Felicity Förster

Zweite
Dame

 

Ursula Hensges

Dritte
Dame

 

Anna
Botthof-Stephany

Pamina

 

Johanna Beier

Tamino

 

Shengwu Ou

Papagena

 

Serena Hart

 

Klavier

 

 

Barbara Baun, Chenglin Li

 

 

 

Dramaturgie,
Konzeption, Texte

 

Johanna Beier,
Felicity Förster, Serena Hart, Ursula Hensges, Johannes Schulz und SzeneLab

Musikalische
Leitung

 

Barbara Baun, Chenglin Li
(Klasse Prof. Cosima Osthoff)

 

Musikalische
Einstudierung

 

Barbara Baun, Prof. Cosima Osthoff

 

Proben- Korrepetition

 

Chenglin Li, Euibin
Jeong, Kazuki Suzu
ki

 

Toneinspielungen

 

Lennart Kost

Szenische
Leitung

 

Susanne Gauchel

Choreographie

 

Rafael Valdivieso

Regiemitarbeit

 

Felicity Förster, Ursula Hensges,
Johannes Schulz

 

Bühne

 

Felicity Förster, Ursula Hensges,
Johanna Beier

 

Illustrationen

 

Johanna Beier

Beleuchtung

 

Eric Ehrengard

Kostüm

 

Anna
Botthof-Stephany, Serena Hart, Gideon Henska

 

Programmheft

 

Johannes Schulz

 

 

 

 

„SzeneLab"
- Aus einem Gedanken wird ein Stück

 

"Die
Vögel des Papageno" ist ein Projekt Studierender aus dem BA und MA
Gesang, sowie aus dem Studiengang Schulmusik in der Reihe
"SzeneLab". Diese Reihe zeichnet sich dadurch aus, dass die
Studierenden selbstständig ein Stück entwickeln: Vom ersten Gedanken und der
Auswahl des Themas, über konkrete Ideen und spannende Sichtweisen, bis hin zu
einer intensiven Probenzeit und der Vollendung des Gedachten auf der Bühne.
Die Stücke im "SzeneLab" entstehen aus dem Leitgedanken, die Diskussionen,
die bei dieser Auseinandersetzung mit den Werken aufkommen, auf die Bühne zu
bringen. Diese Grundidee erlaubt die Form und den Inhalt der Werke insofern
umzubauen, dass sich neue Sichtweise auf Zusammenhänge in den Werken ergeben.
Zudem stehen neben Schauspiel und Gesang das Ausprobieren konzeptionellen
Denkens von Regie, Bühne, Kostüm, Licht und Dramaturgie im Zentrum der
Stückentwicklung. Dies erfordert ein hohes Maß an Verantwortung im eigenen
Aufgabenbereich. Diese Erfahrung soll helfen, sich später im Berufsleben
selbst als Teil des großen Gefüges Theater zu verstehen und künstlerisch
mitdenkend einbringen zu können. Beim letztjährigen Projekt „Ich wollte wie
Orpheus singen" beschäftigten sich die Studierenden mit der Frage, wie und
auf welche Weise sie kunstschaffend sein können und möchten, verknüpft mit
dem Mythos von Orpheus, dem berühmten Sänger, der singend sogar die Unterwelt
bezwang. Der Erfolg des Stückes ermutigte die Studierenden, sich in diesem
Jahr mit einem weiteren zentralen Werk des Musiktheaters auseinander zu
setzen: Mit der "Zauberflöte".

 

„Die
Vögel des Papageno"

 

Im
neuen Projekt entzündet sich die szenische Arbeit an zwei Funken:

Beim
Lesen der Zauberflöte, frei von Erwartungen und Wissen über das Werk, drängen
sich unzählige Fragen auf, die in den vergangenen Jahrhunderten die
unterschiedlichsten Lesarten möglich machten. Warum fällt der Märchenprinz
und Held in der ersten Szene in Ohnmacht? Warum werden am Hofe des großen
Weisen und Aufklärers Sarastro Menschen mit Stockschlägen bestraft? Warum
singt die Rachekönigin bei ihrem ersten Auftritt eine Wehklage in g-Moll und
wann geschieht dann der Bruch, ab dem die Königin zur Bösen wird? Diese und
andere Fragen rücken die Studierenden ins Zentrum.

Das
zweite brennende Interesse der Studierenden besteht in der Auseinandersetzung
mit dem Personal der Zauberflöte, den wohl berühmtesten und tausendfach
gedeuteten Figuren der Operngeschichte. Wie nähert man sich mit einer solchen
Figur? Was erzählt sie historisch? Wie kann man der Figur Leben einhauchen,
zu deren Leben vielleicht etwas hinzugeben und so ihr Lebensbild
vervollständigen? Was haben die Figuren mit der heutigen Zeit zu tun und
welche Botschaften richten sie an uns? Sie sehen eine szenische Collage, die
allen wichtigen Figuren, jedem lustigen, traurigen, mutigen und feigen Vogel
aus der Voliere von Mozarts Zauberflöte in den Schnabel, auf die Federn und
Krallen schaut.

 

Susanne
Gauchel, Johannes Schulz

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