Hochschulkonzerte, Musik in der Region, Orchester, Oper, Chor, Ballett

Orchesterkonzert

Shiyao Luo, Violine
(Klasse Wolfgang Hammar)
Sinfonieorchester der Musikhochschule
Leitung: Johannes Klumpp, als Gast und Dirigierstudierende

Montag, 14. Oktober 2019
18:00
Uhr
Augustinum
Jaspersstr. 2
69126 Heidelberg
Eintritt frei - Spenden

Programm

 

 

 

 

Rudi Stephan
1887-1915

 

 

Musik
für Orchester (1912)

 

Leitung:
Chenglin Li

(Klasse
Prof. Stefan Blunier)

 

 

Maurice Ravel
1875-1937

 

 

„Tzigane"
Rhapsodie für Violine und Orchester

 

Shiyao
Luo, Violine
(Klasse Wolfgang Hammar)
Leitung: Sơn Nguyễn

(Klasse
Prof. Stefan Blunier)

 

 

PAUSE

 

 

Igor Stravinsky

1882-1971

 

 

Petruschka
(1947)

- Auf dem Fastnachtsmarkt
- Bei Petruschka
- Bei dem Mohren
- Fastnachtsmarkt und Petruschkas Tod

 

Leitung:
Hangyul Chung

(Klasse
Prof. Stefan Blunier)

 

 

 

Sinfonieorchester
der Musikhochschule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir weisen darauf
hin, dass Bild- und / oder Tonaufnahmen bei der Veranstaltung aus
urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet sind.

Zum Konzert des Hochschulorchesters

 

Ciboure,
Lomonossow und Worms: Die Geburtsorte von Maurice Ravel, Igor Strawinsky und
Rudi Stephan spannen einen weiten europäischen Bogen vom äußersten Südwesten
Frankreichs über die Nibelungenstadt am Rhein bis ins nordwestliche Russland.
Auch in kultureller Hinsicht reicht der Bogen weit: vom kleinen Hafen am
Atlantik nahe der Pyrenäen über eine der ältesten deutschen Städte bis zu
prunkvollen zaristischen Palais aus dem 18. Jahrhundert dicht bei St.
Petersburg.

Zugleich
gehörten Ravel, Strawinsky und Stephan - geboren 1875, 1882 und 1887 - zu
einer Generation, deren Kompositionen die Musik in den ersten Jahrzehnten des
20. Jahrhunderts maßgeblich prägen sollten. Dabei entwickelten sie ganz
unterschiedliche stilistische Facetten, die gern allzu grob mit Schlagworten
wie „Impressionismus", „Folklorismus" oder „Expressionismus" etikettiert
werden. Es lohnt sich aber genauer hinzuhören.

 

Rudi Stephans
„Musik für Orchester"
eröffnet ein Panorama kompositorischer Ausrichtungen
um 1900: Nach kurzer Studienzeit in Frankfurt/Main zog es Stephan 1906 weiter
nach München. Dort konnte er bei einer Reihe von Musikfesten die aktuellen
Strömungen seiner Zeit und vorangegangene Entwicklungen kennenlernen: Auf ein
Brahms-Fest im Jahr 1909 folgten 1910 ein Strauss-Fest im Juni, im September
ein Zyklus mit allen Sinfonien Beethovens und weiterer Sinfonien bis hin zu
Brahms und Bruckner. Mahlers 8. Sinfonie wurde uraufgeführt. Ebenso fand im
September 1910 ein Fest mit neuer französischer Musik statt. Es wundert also
nicht, dass ein derart intensives Konzertleben in München bei Stephan seine
Spuren hinterlassen hat, die in seiner 1912 entstandenen  „Musik für Orchester" auch deutlich zu
hören sind. Die entsprechend vielfältige Klangpalette verknüpft Stephan zu
einem orchestralen Charakterstück. Zwar wird es motivisch zusammengehalten,
doch geht es weniger um die kompositorische Konstruktion, sondern vor allem
um die klangliche Sinnlichkeit von Musik, die immer wieder besonders durch
Kontraste erfahrbar wird. Die „Musik für Orchester" bildete dank ihrer
erfolgreichen Uraufführung 1913 beim 48.
„Tonkünstlerfest" in Jena den Auftakt für Stephans Anerkennung als
Komponist.

 

Maurice Ravels
„Tzigane"
,
von 1922 bis 1924 für die ungarisch-englische Geigerin Jelly d'Aranyi
komponiert, wurde von dieser zunächst in London im April 1924 in der Fassung
für Violine und Klavier uraufgeführt. In den Jahren zuvor, 1922 und 1923,
hatte d'Aranyi bereits zusammen mit Béla Bartók dessen Sonaten für Violine
und Klavier Nr. 1 und Nr. 2 aus der Taufe gehoben. Ende November 1924 erklang
„Tzigane" in Paris erstmals in der Version für Violine und Orchester. Ravel
bewegte sich mit „Tzigane" innerhalb einer Entwicklung, die auf verschiedene
Facetten südosteuropäischer Musik zurückgriff, vor allem mit Liszts
„Ungarischen Rhapsodien" Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Anfang nahm und bis
hin zu Bartóks Schaffen reichte. Diesen Zusammenhängen war sich Ravel
natürlich bewusst. So sah er in „Tzigane" ein „Virtuosenstück im Stile einer
ungarischen Rhapsodie". Der erste  Teil
ist der Solo-Violine allein vorbehalten. Die fragmentarische Anlage mit ihren
unvorhersehbaren Wendungen verleiht diesem Teil einen improvisatorischen  Duktus. Mit dem Einsatz des Orchesters
entwickeln sich dann im Dialog mit der Solo-Violine tänzerische Züge, die in
ganz unterschiedliche Klangschattierungen gehüllt werden.

 

Igor Strawinskys „Petruschka" - zeitlich zwischen dem
„Feuervogel" und „Le Sacre du Printemps" entstanden - erlebte am 13. Juni
1911 in Paris seine Premiere. Komponiert für Sergej Diaghilews „Ballets
Russes"  choreographierte Michail Fokin
die Uraufführung, in der Vaclav Nijinsky als Petruschka die Hauptrolle
tanzte. Nach Paris kam es zu weiteren erfolgreichen Aufführungen von
„Petruschka" in London 1913 sowie in New York 1916.

Die
Handlung spielt auf einem Jahrmarkt in St. Petersburg in den 1830er Jahren.
Im Mittelpunkt stehen die drei Jahrmarktpuppen Petruschka, die Ballerina und
der Mohr. Indem ihr Theaterdirektor sie mit seiner Flöte berührt, beginnen
die Puppen zu tanzen, entwickeln menschliche Züge und geraten in dramatische
Konflikte. Für die kompositorische Umsetzung nutzte Strawinsky Anklänge an
russische Folklore, Jahrmarktklänge oder den Walzer. Harte Schnitte lassen
unterschiedliche Klangblöcke immer wieder abrupt aufeinanderfolgen. Die
oftmals klangliche Schroffheit, die gelegentlich durch simultane tonale
Störungen noch verschärft wird, entwickelt einen Hang zur Parodie. Dazu
tragen erst recht die für Strawinsky so charakteristischen schnellen Taktwechsel
und metrisch irritierenden Akzente bei. 1947 überarbeitete der Komponist
seine mittlerweile mehr als drei Jahrzehnte zurückliegende Partitur zu
„Petruschka". Vor allem reduzierte er die Orchesterbesetzung und bemühte sich
um eine größere klangliche Ausgewogenheit.

 

Trotz
der großen Entfernung zwischen ihren Geburtsorten - dreieinhalbtausend
Kilometer liegen zwischen Ciboure und Lomonossow - lernten sich Ravel und
Strawinsky 1910 persönlich kennen, und zwar in Paris. Strawinsky reiste
erstmals in die französische Hauptstadt und traf dabei auch seinen
französischen Kollegen. Ravel war bereits in seinem Geburtsjahr 1875 mit
seinen Eltern nach Paris gezogen. Über Jahrzehnte hinweg prägten beide
Komponisten die Musik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

So
viel Zeit bekam Rudi Stephan nicht. Bereits im Alter von 28 Jahren starb er
am 29. September 1915, zwei Tage nach seiner Ankunft an der Ostfront in
Ternopil, das heute in der westlichen Ukraine liegt, damals aber noch zu
Österreich-Ungarn gehörte. Damit ereilte Stephan im 1. Weltkrieg dasselbe
sinnlose Schicksal wie viele Millionen weitere Menschen, darunter auch der
Pianist Frederick Kelly, Jelly d'Aranyis große Liebe, sowie die Maler August
Macke und Franz Marc. 

 

Prof. Dr. Jürgen
Arndt

 

 

 

 

 

Shiyao Luo (22), geb. in
China, begann im Alter von 4 Jahren Violine zu spielen, studierte bei dem
stellvertretenden Leiter des Guangzhou Symphony Orchesters, dem renomierten Geigen-Konzertmeister
und Pädagogen Zhu XiongZhen. Im Anschluss schloss sie die "Guangzhou
Xinghai Affiliated Middle School" bei Wang JingQiong ab.
Shiyao Luo hat bei dem "Hongkong International String Competition"
in den Kategorien "Violin Concert Class B und A" teilgenommen und
jeweils den ersten Platz belegt. In der Folge dazu kam es zu Auftritten jeweils
in verschiedenen Städten in Taiwan und in China.
2017 nahm sie Kontakt in Deutschland mit Professor Jacek Klimkiewicz von der
Folkwang Universität der Künste und mit Professorin Marianne Boettcher von
der Universität der Künste Berlin auf.
Im Oktober 2017 begann Shiyao Luo dann ein Studium auf der Staatlichen
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Wolfgang Hammar,
Konzertmeister des Nationaltheater Mannheim, und bei Stefan Arzberger.

 

Chenglin
Li
, geboren im Jahr 1997 in Peking, China, begann im Alter von 4
Jahren mit Klavierunterricht. Im Alter von 20 Jahren entschied er sich nach
Deutschland zu gehen und ein Dirigierstudium aufzunehmen. Seit dem
Frühjahrsemester 2018 studiert er an der Staatlichen Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst Mannheim im Bachelorstudiengang mit dem Hauptfach
Orchesterleitung bei Prof. Stefan Blunier, daneben erhält er Opernunterricht
bei Prof. Cosima Sophia Osthoff und Chorleitungsunterricht bei Prof. Harald
Jers.

Während des Studium sammelte er bereits zahlreiche Dirigiererfahrungen
mit der „Philharmonie Baden Baden", dem „Südwestdeutschen Kammerorchester
Pforzheim", dem „Kurpfälzischen Kammerorchester" Mannheim, den „Stuttgarter
Philharmonikern", der „Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz" und dem
Orchester der Musikhochschule Mannheim.

 

 

Sơn Nguyễn (Vollname: Nguyễn phú Sơn), geboren in
Hanoi, Vietnam, begann mit dem Klavierunterricht im Alter von sechzehn
Jahren. Von 2010 bis 2014 war er Student an der Vietnam Nationale Akademie
bei Prof. Đỗ Hồng Quân im Bachelorstudiengang mit Hauptfach Komposition, seit
2015 studiert er im Bachelorstudiengang mit Hauptfach Orchesterleitung an der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim zunächst bei Prof. Klaus
Arp, und bei Joongbae Jee, Prof. Cosima Osthoff und Prof. Harald Jers. Zur
Zeit ist er Student des Professors für Orchesterleitung der Musikhochschule
Mannheim Stefan Blunier.

Neben dem Studium
machte er zusätzliche musikalische Aktivitäten wie Konzerte mit vielen
professionellen Orchestern in Vietnam und Deutschland. Als Pianist spielte er
auch bei vielen Kammerkonzerten mit Trio, Quartett und Quintett.

 

 

 

Hangyul Chung wurde 1991 in Seoul, Südkorea geboren und
studiert seit 2017 Dirigieren bei Prof. Stefan Blunier an der Staatlichen
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Zuvor absolvierte er
ein Dirigierstudium an der Seoul National University, College of Music.

Hangyul
Chung dirigierte u.a. die Stuttgarter Philharmoniker, das Südwestdeutsche
Kammerorchester Pforzheim, das Kurpfälzische Kammerorchester, die
Philharmonie Baden-Baden, das Gyeonggi Philharmonic Orchestra, das
Sinfonieorchester der Musikhochschule Mannheim, das SNU Symphony Orchestra
und TIMF Ensemble (Tongyeong International Music Festival). 2017 assistierte
er Joongbae Jee bei der Produktion von Mozarts „Die Zaubeflöte" am Seoul Arts
Center. 2018 assistierte er Prof. Cosima Osthoff bei der Produktion von
Brittens „The Rape of Lucretia" an der Opernschule der Musikhochschule
Mannheim und übernahm Nachdirigate.

 

 

Johannes Klumpp ,
Dirigent

„Schon mit dem allerersten
Takt war zu spüren, dass diese Interpretation von einer Emotionalität befeuert
sein würde, die in einer beständigen Spannung gesteigert wurde. Der Dirigent
verlieh auf diese Weise dem instrumentalen ersten Teil eine lebendige
Beweglichkeit, die großen Enthusiasmus entfachte."
Scherzo

 

Als kreativer
Partner des Orchesters entwickelt Johannes Klumpp ungewöhnliche Programme vom
späten Barock bis zur klassischen Moderne, die das Publikum begeistern. Seit
der Saison 2013/2014 arbeitet er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter
mit den jungen Musikern des Folkwang Kammerorchesters Essen. Im Rahmen der
Reihe ExtraKlang - veranstaltet im Weltkulturerbe Zeche

Zollverein - entwirft er dabei
innovative Programmformate und kooperierte mit bekannten Persönlichkeiten wie
dem Schauspieler Rufus Beck, dem Komponisten und Pianisten Hauschka und dem
verstorbenen Publizisten Roger Willemsen.

Eine rege
Konzerttätigkeit führt Johannes Klumpp zudem zu renommierten Orchestern,
darunter das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer Symphoniker, die
Dresdner Philharmonie, das WDR Funkhausorchester Köln, das Staatsorchester
Stuttgart, die Münchener, Stuttgarter und Nürnberger

Sinfoniker, das
Russian Philharmonic Orchestra sowie die Kammerakademie Potsdam. Seine
jüngste Einspielung mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Fagottisten
Matthias Rácz mit Werken von Françaix, Tomasi, Jolivet und Villa-Lobos wurde
von der Kritik hochgelobt.

Auch in der Oper
wird Johannes Klumpp - als „Sängerdirigent par exellence" von der Presse gepriesen
- sehr geschätzt. Zuletzt erhielt sein Figaro am Tiroler Landestheater
Innsbruck große Beachtung. Insbesondere dem Werk Mozarts fühlt sich Klumpp
eng verbunden; gleichzeitig umfasst sein vielfältiges Musiktheater-Repertoire
bereits seit seiner Zeit als Erster Kapellmeister des Musiktheaters im Revier
in Gelsenkirchen Werke von Händels Flavio und Monteverdis Lamenti bis
hin zu Verdis Aida, Puccinis Manon Lescaut, Nicolais Die
Lustigen Weiber von Windsor
und Gounods Faust.

 

Um den Dialog mit dem
Publikum zu fördern nutzt Johannes Klumpp regelmäßig die Form des moderierten
Konzertes. Er ist überzeugt: „In der heutigen Zeit müssen wir den Menschen
den Weg zu dem, was wir so sehr lieben, zeigen. Sie über die Schwelle führen.
"
Dies gelingt auch äußerst eindrücklich in Sachsen-Anhalt, wo er 2013 zum
künstlerischer Leiter der Sommer Musik Akademie Schloss Hundisburg ernannt
wurde. Zusammen mit seinem Team ermöglicht er dort in einem ländlichen Umfeld
fern der Kulturmetropolen herausragende Musikerlebnisse.

In die Saison
2018/2019 startet Johannes Klumpp am Pult des Jungen Philharmonischen
Orchesters Niedersachsen, gefolgt von Wiedereinladungen zu den Hofer
Symphonikern, dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg, dem Thailand
Philharmonic Orchestra  und der Deutschen
Philharmonie Merck. Unter seiner Leitung gibt die Philharmonie Südwestfalen
ihre große Neujahrskonzertreihe in der Region. Im Frühling 2019 debütiert
Johannes Klumpp im Rahmen eines

Gastspiels in
Bogota beim Dresdner Festspielorchester.

Der gebürtige
Stuttgarter erlernte neben einem Violastudium sein Handwerk bei Nicolás
Pasquet und Gunter Kahlert in Weimar. 2007 machte er mit einem 2. Platz beim
Dirigentenwettbewerb in Besançon auf sich aufmerksam. Es folgten
Auszeichnungen beim Deutschen Hochschulwettbewerb „in memoriam Herbert von
Karajan", bei dem er sowohl mit dem Ersten als auch einem Sonderpreis

geehrt wurde, sowie
2011 beim Deutschen Dirigentenwettbewerb. Meisterkurse bei namhaften Dirigenten
wie Kurt Masur, Gennady Rozhdestvensky und Michail Jurowski rundeten seine
künstlerische Ausbildung ab, während derer Johannes Klumpp als „Maestro von
Morgen" vom Deutschen Musikrat gefördert wurde.

 

 

Das
Sinfonieorchester der Musikhochschule
Mannheim
hat sich national und international einen Namen gemacht.
Regelmäßig wird es zu Gastspielen außerhalb Mannheims eingeladen. Besondere
Höhepunkte waren dabei die gefeierten Auftritte in der New Yorker Carnegie
Hall und im Seoul Arts Center sowie die Zusammenarbeit mit den
Partneruniversitäten Yale University (USA) und Seoul National University
(Süd-Korea). Mehrere CD-Einspielungen sowie die Zusammenarbeit mit berühmten
Solisten wie Hanna-Elisabeth Müller, Hanno Müller-Brachmann, Michael Nagy und
Ragna Schirmer sind weitere Belege der herausragenden Qualität dieses
Ensembles.

 

Mitwirkende
des Orchesters sind ausschließlich Studierende der Staatlichen Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Diese werden in hochselektiven
Aufnahmeprüfungen nach qualitativen Kriterien aus einer Vielzahl von Bewerbern
ausgewählt. Nur circa 10 % der Bewerber können einen Studienplatz erhalten.
Die Erfolge der Studierenden entsprechen den Erwartungen. Sie gewinnen
wichtigste internationale Wettbewerbe (z. B. den ARD-Wettbewerb) und besetzen
führende Stellen bei bedeutendsten Orchestern (z. B. Berliner Philharmoniker,
Münchner Philharmoniker, Gewandhaus-Orchester Leipzig, Symphonieorchester des
Bayerischen Rundfunks), sie gastieren regelmäßig bei großen Festivals.

 

In
intensiven Probenphasen entsteht aus diesen hervorragenden Individualisten
ein sensibel aufeinander reagierendes, eingespieltes Ensemble. Die im
Vergleich zu professionellen Musikern geringere Erfahrung der Studierenden
wird ausgeglichen durch die wesentlich größere Zahl der Proben, durch die
Zeit sich in Ruhe mit jedem interpretatorischen Detail zu beschäftigen. Das
Sinfonieorchester der Hochschule dient damit nicht nur der beruflichen
Vorbereitung der Studierenden, es erreicht Leistungen, die die Zuhörer
regelmäßig begeistern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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