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The Rape of Lucretia

Kammeroper von Benjamin Britten
Libretto von Ronald Duncan (after André Obey)
Studierende des Instituts für Musiktheater (Opernschule) und der Gesangsklassen
Kammerensemble der Hochschule
Szenische Leitung: Prof. Andreas Baesler
Musikalische Einstudierung/Leitung: Prof. Cosima Sophia Osthoff

Freitag, 22. Juni 2018
19:30
Uhr
Tanzhaus Käfertal
Galvanistraße / Neben Tor 6 Alstom-Gelände
68309 Mannheim
Eintritt € 5,- (freie Platzwahl - keine Ermäßigung)
Nur Abendkasse – kein Vorverkauf
Kassenöffnung ab 18:45 (Vorstellungsbeginn 19:30)
Kartenreservierung unter:
0621/292-3500
konzertbuero@muho-mannheim.de

in Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Mannheim
www.nationaltheater-mannheim.de

Der zynische etruskische Prinz Tarquinius wettet mit
seinen Soldatenkameraden, dass es ihm gelänge, Lucretia, die ehrbare Gattin des
römischen Generals Collatinus zu verführen. Als sich diese seinen nächtlichen
Annäherungsversuchen widersetzt, wird sie von ihm vergewaltigt. Um ihre Ehre
wieder herzustellen, sieht die gedemütigte Frau keinen anderen Ausweg als den
Freitod. Aus diesem antiken Stoff hat Britten mit den Mitteln der Barockoper
und des Epischen Theaters ein intensives musikalisches Kammerspiel geschaffen.

 

The Rape of Lucretia

Oper
in zwei Akten von Benjamin Britten (1913-1976)

Libretto: Ronald Duncan

UA am 12.Juli 1946 in Glyndebourne

 

 

 

Erzähler

Taehwan
Yun

Erzählerin

Kyeyoung
Kim

Collatinus,
ein römischer General

Kihoon
Han

Junius,
ein römischer General

Joonyeop
Kim

Prinz
Tarquinius, Sohn des Etruskischen Tyrannen, Tarquinius Superbus

Eunwon
Park

Lucretia,
Frau des Collatinus

Hyowon
Jung

Bianca,
Lucretias Dienerin

Andreja
Savic

Lucia,
Lucretias Zofe

Julia
Pastor/ Giulia Scopelliti

Römische
Bürger

Dongjun Choi, Ayano Hirazawa, Giulia

Scopelliti/Julia Pastor, Merit Eiermann

Inhaber der Aufführungsrechte:

 

Boosey & Hawkes Bote & Bock GmbH für Hawkes & Son (London)
Ltd.

Orchester:
Sanjar Sapaev
, Violine I
Yana Zelenogorska
, Violine II
Taehoo Lee
, Viola
Gustav Hübner
, Violoncello
Nuno Osorino
, Kontrabass

Julia Schmidt, Flöte
Rut Santiago Gonzales
, Oboe
Vasyl Riabitsky
, Klarinette
Johannes Busemann
, Horn
Freya Petrich
, Harfe
Jose Maria Placios Munos
, Schlagzeug
Hanny Pyo
, Klavier

Szenische
Leitung und Bühnenraum

Andreas
Baesler

Musikalische
Leitung

Cosima
Sophia Osthoff

Kostüme

Heike
Kehl

Lichtdesign

Steff
Bolliger

Regieassistenz/
Inspizienz

Jaspar
Glaschke

Musikalische
Assistenz

Hangyul
Chung

Musikalische
Einstudierung

Barbara Baun, Youngrang

Kim, Hanna Pyo, Sebastian Zierer

Technische
Einrichtung

Stephan
Werner

Beleuchtung

Eric
Ehrengard

Maske

Ewa
Bednarek, Marion Janz

Beleuchtungskorrepetition

Valentin
Moosmann

Übertitel

Melinda
Mauthe

Produktionsleitung

Susanne
Gauchel

Koordination

Johannes
Grube

Sprachcoaching

Reuben
Willcox

INHALT

1. Akt

Rom steht unter der Herrschaft des
etruskischen Königs und Despoten Tarquinius Superbus. Das römische Heer
befindet sich im Feldzug gegen die Griechen.

Im Heerlager räsonieren die
Generäle - darunter Tarquinius, Sohn des Königs Tarquinius Superbus,
Collatinus, Ehemann der Lucretia, und Junius - bei einem Zechgelage über die
Tugendhaftigkeit der Frauen im Allgemeinen und die mutmaßliche Treue ihrer
eigenen im Besonderen. Alle haben begründete Zweifel an der Treue ihrer
Gattinnen.

Nur Collatinus ist sich sicher:
Seine Lucretia würde ihn nie betrügen!

Angestachelt von Junius bricht der
„Frauenheld" Tarquinius auf nach Rom, um die keusche Lucretia zu erobern und
sich und allen anderen seine Verführungskünste zu beweisen. Unter einem
Vorwand verschafft er sich Zutritt in Lucretias Haus und erhält Obdach und
Nachtquartier.

 

 

 

2. Akt

Tarquinius lässt gegenüber Lucretia
all seine Verführungskünste spielen. Vergebens. In der Nacht schleicht er
sich in ihr Zimmer und weckt die schlafende Lucretia mit einem Kuss. Als sie
sich wehrt, zieht er sein Schwert und vergewaltigt sie.

Am kommenden Morgen lässt Lucretia
nach ihrem Mann Collatinus schicken, der - beunruhigt durch das Verschwinden
von Tarquinius aus dem Heerlager - bereits auf dem Weg zu seiner Frau nach
Rom ist.

Als er zuhause eintritt, berichtet
ihm Lucretia von der Vergewaltigung in der vergangenen Nacht. Aber obwohl
Collatinus ihr glaubt und keine Schuld an ihr entdecken kann, ersticht sich
Lucretia selbst.

Für
das römische Volk wird der Selbstmord Lucretias zum endgültigen Signal für
den Aufstand gegen die etruskischen Tyrannen.

 

(Quelle:
HFK Bremen)

 

„For all men love
the chaste Lucretia!"

 

Die Geschichte
von der Vergewaltigung der Lucretia, die dem Mythos nach die Gründung der römischen
Republik angestoßen haben soll, hat bereits viele Künstler inspiriert. Es
geht um Anziehung und Gewalt, um Macht und Machtlosigkeit, Schuld und
Unschuld, Leben und Tod - ein vielversprechender Stoff also, sowohl für die
Literatur und die bildenden Künste als auch für das Musiktheater.

Benjamin Britten
wählte ihn für seine erste Kammeroper The Rape of Lucretia (UA
12.Juli 1946). Acht Sänger und 13 Instrumentalisten braucht er nur, um jeden
Charakter, jede Stimmung, jede Farbe so direkt wie möglich an sein Publikum
heranzutragen. Für den Komponisten hat die Oper innerhalb seines Schaffens
eine besondere Bedeutung: The Rape of Lucretia war das erste Projekt
der English Opera Group. Das Ensemble reiste ab den 1940er Jahren
durch England, ausschließlich mit englischen Opern im Gepäck - die meisten
von Britten selbst, der Mitbegründer des Ensembles war. Sein Ziel war es,
für sein Heimatland eine ganz eigene Operntradition zu schaffen und sie
jedem zugänglich zu machen; und das mit ebendieser kleinen Besetzung, wie man
sie bei The Rape of Lucretia findet. Es fasziniert, wie Britten -
vielleicht gerade durch diese Reduktion der Mittel - jeder Figur Tiefe und
Vielschichtigkeit verleiht.

Vor allem gilt
das natürlich für die schöne Römerin Lucretia, um die sich alles dreht.
Ganz

Rom schwärmt von
ihr, denn sie scheint die Reinheit und Treue in Person zu sein. Eine ganz besondere
Frau, aber auch unerreichbar. Lucretia liebt ihren Mann Collatinus über
alles, doch der kämpft im Krieg für die Etrusker, die Rom beherrschen. An
der Spitze des tyrannischen Systems stehen der etruskische König und sein
Sohn, Prinz Tarquinius - ein Krieger und Machthaber, der vermutlich nicht
„männlicher" sein könnte. Apropos männlich: Die Darstellung von
Geschlechterstereotypen kommt bei Britten auf keinen Fall zu kurz. In den
beiden Szenen des ersten Aktes werden unmissverständlich Männer- und
Frauenbilder kontrastiert - die Männer alkoholisiert und streitend im
Kriegslager, die Frauen melancholisch zu Hause an ihren Spinnrädern.
Tarquinius ist jedenfalls mehr als ambitioniert, seinem eigenen männlichen
Ideal gerecht zu werden. Gelangweilt vom Haufen williger Frauen, die sich um
ihn scharen, sehnt er sich nach Unberührtheit, einer Schönheit, die er
erobern kann. Natürlich hat auch er den Trubel um Lucretia mitbekommen und
fühlt sich zu ihr hingezogen. Aber dabei bleibt es nicht. Die Nacht, in der
Tarquinius nach Rom reitet, um bei Lucretia Unterkunft zu suchen, wird zu
einem gewaltsamen Machtspiel. Im Akt der Vergewaltigung entlädt sich der
Geschlechterkampf, der sich angebahnt hatte. Negativ behaftete
Männlichkeits-Stereotype triumphieren, und alles, was an Lucretias
Weiblichkeit glorifiziert wurde, wird zerstört, ihre Keuschheit wird
gebrochen. Am nächsten Morgen konfrontiert sie Collatinus mit dem Geschehen,
der ihr vergibt, trotzdem nimmt sie sich das Leben - aus unklaren
Schuldgefühlen, wegen des Ehrverlustes und sicherlich auch, weil sie dem
perfekten Bild nicht mehr entspricht, das alle auf sie projizieren.

Britten sucht den
direkten Kontakt zum Publikum, was sich durch sein gesamtes Schaffen zieht.
Er möchte, dass seine Kunst etwas bewirkt, uns zum Nachdenken anregt. In The
Rape of Lucretia
ist dieser Kontakt ganz unmittelbar, indem Britten die
Handlung in einen neuen Kontext einbettet: Zwei Erzähler, ein männlicher und
ein weiblicher „Chorus", bieten dem Publikum ihre eigene Lesart der
Geschichte an. Die beiden Chorus‘ haben weder zeitlich noch örtlich
irgendeine Verbindung zur Handlung. Sie bilden eine ganz eigene Sphäre, sind
unabhängig von der Diegese, wirken desillusionierend. Durch sie erkennen wir
immer wieder, dass die Oper ein konstruiertes theatralisches Spiel ist. Die
Wahrnehmung der Erzähler ist dabei aber sehr nah an der Handlung. Sie sehen
alles, was geschieht, sie unterstützen die Bilder und Stimmungen, die
Britten vermitteln will. Sie kommentieren, interpretieren, alles aus ihrer
eigenen Perspektive: dem christlichen Glauben. - Moment, die christliche
Perspektive wird mit der heidnischen Lucretia-Erzählung verbunden? Auf den
ersten Blick erscheint dies fast absurd. Aber mit der Autonomie der Chorus‘,
ihrer Nähe zum Publikum und zur Handlung erhält die sonderbare Einbettung
doch ihren Sinn. Und Britten wäre nicht Britten, wenn er seine Gedanken zu
den Konflikten auf der Bühne nicht deutlich kommunizieren würde. Die Chorus'
haben über lange Strecken appellativen Charakter; man spürt, wie sie selbst
persönlich betroffen zu sein scheinen, wenn die Sünde über das Gute siegt.
Der tröstliche Epilog, der sich am stärksten von der Lucretia-Handlung
abhebt, vollendet diese Tendenz.

Eigentlich wäre
nach Lucretias Selbstmord die Oper zu Ende. Die Trauernden blieben zurück,
die Sünde hätte gesiegt, zumindest, wenn Britten beim Libretto nicht ein

Wörtchen
mitgeredet hätte. Tatsächlich legte der Komponist sehr viel Wert auf eine enge

Abstimmung von
Text und Musik. Man sollte sowohl den musikalischen Ausdruck als auch jedes
gesungene Wort verstehen können - eine weitere Konsequenz seines Wunsches,
sich dem Publikum direkt mitzuteilen. Für The Rape of Lucretia
bedeutete Brittens Eingreifen in das Libretto die Einbindung eines Epilogs,
in dem die Chorus‘ der tragischen Geschichte ein hoffnungsvolles Ende geben.
So schließt sich auch der Kreis, den die Chorus‘ zu Beginn aufgemacht haben.
Damit ist die Oper viel mehr als der überlieferte Stoff selbst, sie wirft
Fragen auf, irritiert uns bewusst, fordert uns auf zu Selbstbestimmung und
Menschlichkeit.

 

Caterina Szigeth

 

 

 

An der Hochschule für Musik und darstellende
Kunst Mannheim
ist es bewährte
Praxis, dass musikwissenschaftliche Seminare künstlerische Hochschulprojekte
begleiten. Die an den Projekten beteiligten Studierenden erhalten auf diese
Weise die Gelegenheit, sich aus anderer Perspektive mit den von ihnen
präsentierten Kompositionen auseinanderzusetzen und ein noch besseres
Verständnis dafür zu entwickeln; für andere Studierende ergibt sich die
Chance, durch Proben- und Aufführungsbesuche einen Einblick in die konkrete
künstlerische Umsetzung zu erhalten. Dieser produktive Austausch entspricht
dem an unserer Hochschule gepflegten Dialog zwischen den wissenschaftlichen
und künstlerischen Disziplinen, wofür im vergangenen Jahr mit der Gründung
des Instituts für Musikforschung Mannheim ein weiterer starker Impuls gesetzt
wurde.

Im gegenwärtigen Semester findet parallel
zur Einstudierung von Benjamin Brittens The Rape of Lucretia ein
Seminar zu „Lucretia in der Musik" statt. Neben der Analyse der Kammeroper im
Blick auf ihre Rollenkonstellation, dramaturgische Anlage und musikalische
Struktur widmen wir uns der Kontextualisierung. Zu erwähnen sind die antiken
Schilderungen der tragischen Geschichte, die Umsetzung des Stoffes in den
bildenden Künsten, in der Literatur und in den Vertonungen von Georg
Friedrich Händel, Reinhard Keiser, Heinrich Marschner sowie Ernst Krenek. Und
schließlich entstand auch der Begleittext in diesem Programmheft im Rahmen
dieses Seminars.

Prof. Dr. Panja
Mücke

Leiterin des
Instituts für Musikforschung Mannheim

 

Biographien

 

Andreas Baesler absolvierte nach einem Studium der Publizistik
und Deutschen Literatur in Münster die Regieklasse der Folkwangschule in Essen.
Als Regieassistent arbeitete er bei Dieter Dorn an den Münchner Kammerspielen,
bevor Engagements an den Theatern in Ulm, Augsburg sowie den Opernhäusern in
Brüssel und Frankfurt folgten. Er arbeitete u.a. mit Karl-Ernst Herrmann, Peter
Mussbach und Herbert Wernicke zusammen. Von 1996 bis 1999 war Andreas Baesler
Direktionsmitglied am Luzerner Theater, von 2000 bis 2002 Operndirektor am
Volkstheater Rostock, von 2003 bis 2008 Chefregisseur am Musiktheater im Revier
in Gelsenkirchen. Über 150 Inszenierungen im Musiktheater wie im Sprechtheater
tragen inzwischen seine Handschrift, darunter eine Reihe von Ur- und
Erstaufführungen. Gastinszenierungen führten ihn u.a. nach Hamburg („Les Contes
d‘ Hoffmann"), Mannheim, das Aalto-Theater in Essen („L′italiana in Algeri", „Nabucco" und „Der
Liebestrank"), Strasbourg („Lulu", „Les Troyens"), Linz („Don Giovanni", „Lady
Macbeth von Mzensk"), Toronto („Fidelio") und zu den Internationalen
Musikfestwochen Luzern sowie den Internationalen Gluck-Festspielen Nürnberg. Er
arbeitete an den Staatstheatern von Nürnberg, Braunschweig, Oldenburg, und
Schwerin, den Bühnen von Krefeld, Münster, Osnabrück, Magdeburg, Innsbruck,
Klagenfurt, Luxembourg, Nancy, Toulouse und Panama City. Seit 2009 inszeniert
Baesler regelmäßig in Kuba. Mit dem Teatro Lírico Nacional de Cuba in Havanna
erarbeitete er u.a. die kubanischen Erstaufführungen von Mozarts „Zauberflöte",
Wagners „Der Fliegende Holländer" und „Tannhäuser"sowie Hans-Werner Henzes „El
Cimarron".

Im Sommer 2015 erhielt Baesler einen Ruf
als Professor an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim.

 

Cosima
Sophia Osthoff
begann ihre Theaterkarriere
1990 am Theater der Hansestadt Lübeck. Zielstrebig verfolgte sie ihren Weg als
Dirigentin über die Stationen Oldenburg, Coburg und Trier, wo sie bereits 1.
Kapellmeisterin und Stellvertretende GMD war, bevor sie 2001 als 1.
Kapellmeisterin ans Musiktheater im Revier Gelsenkirchen berufen wurde.
Dort dirigierte sie bis 2008 zahllose Produktionen und machte sich weit über
die Stadt hinaus einen Namen. So wurde sie mehrfach zu einer der besten
Dirigenten in Nordrhein-Westfalen gewählt.

Sie hat sich im Laufe ihrer
Kapellmeisterjahre ein breit gefächertes Repertoire erarbeitet und daneben
zahlreiche Sinfoniekonzerte geleitet. Besonders wichtig ist ihr die intensive
persönliche Betreuung und Vorbereitung aller an einer Aufführung Beteiligten -
Solisten, Chor und Orchester. Nur so kann die dichte und ausgefeilte
Interpretation entstehen, für die sie bekannt geworden ist.

Seit Herbst 2008
hat sie die Professur der Musikalischen Leitung der Opernschule an der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim inne und ist seit 2010
auch Leiterin des Instituts. 2011 wurde unter ihrer Leitung eine höchst
erfolgreiche Produktion von Poulencs „Gespräche der Karmeliterinnen"
herausgebracht. Im Mai 2012 war die Opernschule mit Mozarts Jugendwerk „Bastien
und Bastienne"
bei den Schwetzinger Festspielen des SWR im
Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses zu Gast. Ebenfalls 2012 entstand in
Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim und der Kompositionsklasse unter
Leitung von Prof. Sidney Corbett die Produktion „Echt" für die Junge
Oper. 2013 folgte Humperdincks „Hänsel und Gretel", 2015 Mozarts
„La Finta Giardiniera". Im Frühjahr 2016 gab es erneut eine Kooperation mit der
Kompositionsklasse sowie der Jazzabteilung der Hochschule mit dem
Nationaltheater Mannheim auf der Basis von Händels „Orlando" unter dem Titel
„AMOR".

Im Frühjahr 2016
übernahm sie nach dem plötzlichen Tod von Prof. Klaus Arp kurzfristig
zusätzlich die Vertretung der Professur für Orchesterdirigieren und die Leitung
des Hochschulorchesters.

Im neuen
Landeszentrum für Dirigieren wird sie die Professur für Orchesterdirigieren
(Schwerpunkt Oper) übernehmen.

 

 

 

Stefan Bolliger wurde
1968 in Zürich geboren und war einige Jahre freiberuflich als Lichttechniker
tätig,bevor er 1995 als Beleuchter ans Hamburger Thalia Theater verpflichtet
wurde. Von 1997 bis 2006 war er dort stellvertretender Leiter der Beleuchtung.
Anschließend war er von 2006 bis 2010 als Leiter der Beleuchtung und
Lichtgestalter am Schauspiel des Staatstheaters Stuttgart engagiert. Seither
ist Stefan Bolliger freischaffend als Lichtgestalter tätig. Er arbeitete an der
Bayerischen Staatsoper in München, dem Theater an der Wien, den Salzburger
Festspielen, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, der
Semperoper Dresden, dem Theater Basel, der Vlaamse

Opera
in Antwerpen, dem New National Theatre in Tokyo, den Norske Opera in Oslo, der
Staatsoper Berlin, der Oper am Rhein in Düsseldorf, der lettischen Nationaloper
in Riga, der Oper Wuppertal und der Oper in Graz.

 

 

 

Wir danken:

 

Prof.
Katharina Dau, Prof. Anna Maria Dur, Prof. Stefanie Krahnenfeld, Prof.
Timothy Sharp, Prof. Snezana Stamenkovic, Manuel Veronesi, Sandra Schuschan,
Rafael Valdivieso, Thilo Fischer, Gregor Hermann und den Kolleg*innen im
Konzertbüro, Kathrin Winter und den Mitarbeiter*innen der Bibliothek, Ralf
Rüssel und dem gesamten Team des Hausdienstes.

 

Besonders
danken wir:

Johannes
Grube, Stefanie Durstberger und Marie Bertram vom NT Mannheim sowie der
technischen Abteilung vom Saalbau Neustadt an der Weinstraße.