Heidelberg, Klassenabende, Fachgruppenkonzerte, Musik in der Region

Brahms-Sextette

Studierende der Kammermusiklasse Prof. Susanne Rabenschlag
im Rahmen des 40. Heidelberger Kammermusikfestivals
Streichsextett B-Dur op. 18
Streichsextett G-Dur op. 36

Montag, 28. Mai 2018
19:30
Uhr
Alte Aula Universität Heidelberg
Grabengasse 1
69117 Heidelberg
Eintritt 5,-/erm. 2,50

Programm

 

 

 

 

Johannes Brahms

(1833-1897)

Streichsextett B-Dur op.18

Allegro ma non troppo

Andante ma moderato

Scherzo. Allegro molto - Trio. Animato primo

Rondo. Poco allegretto e grazioso

 

Sori Cheon, Violine I

Dumitrita Gore, Violine II
(Klasse: Prof. Susanne Rabenschlag)

Leng Hung, Viola I

Leonel Josuè Ortiz Màrquez, Viola II

(Klasse: Prof. Hideko Kobayashi)

Gustav Hübner, Violoncello I

(Klasse: Prof. István Várdai)
Jooyun Choi, Violoncello II

(Klasse:
Prof. István Várdai / Zoltán Paulich)

 

 

 

 

- Pause -

 

Johannes Brahms

(1833-1897)

Streichsextett G-Dur op.36

Allegro non troppo

Scherzo. Allegro non troppo

Poco adagio

Poco allegro

 

Dumitrita Gore, Violine I
Sori Cheon, Violine II

(Klasse: Prof. Susanne Rabenschlag)

Leonel Josuè Ortiz Màrquez, Viola I

Leng Hung, Viola II

(Klasse: Prof. Hideko Kobayashi)

Jooyun Choi, Violoncello I

(Klasse:
Prof. István Várdai / Zoltán Paulich)

Gustav Hübner, Violoncello II

(Klasse: Prof. István Várdai)

 

1858 begann
Johannes Brahms mit der Komposition seines ersten Streichsextetts. Die
Entstehung des Werkes in B-Dur op.
18 für zwei
Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli sollte sich allerdings noch über zwei weitere Jahre hinziehen und
während der Aufenthalte des Komponisten in Hamburg und Bonn voranschreiten.
Obgleich er bereits Streichquartette komponiert hatte, war dieses sein erstes
kammermusikalisches Werk für reine
Streicherbesetzung, das veröffentlicht wurde. Mit Joseph Joachim, einem
der bedeutendsten Violinvirtuosen des 19. Jahrhunderts, verband ihn eine
jahrzehntelange enge Freundschaft und so ist es nicht verwunderlich, dass
Brahms seinen Vertrauten an der Genesis dieses Werkes teilhaben ließ. Am 20. Oktober 1860 kam es dann in
Hannover zur Uraufführung mit Joseph Joachim als Primarius des
Streichsextetts. Johannes Brahms erstellte zudem eine Klavierfassung des
langsamen Satzes, die er Clara Schumann in tief empfundener Zuneigung zum
Geburtstag schenkte.

 

Das
Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18 erfreute sich großer Beliebtheit beim
Publikum. Nur sechs Jahre später folgte am 11. Oktober 1866 die Uraufführung
des Streichsextetts Nr. 2 G-Dur op. 36 in Boston. Für die Niederschrift des
2. Streichsextetts, das in Lichtenthal bei Baden-Baden entstand, hatte Brahms
dieses Mal lediglich sieben Monate gebraucht. „Hier habe ich mich von meiner
Göttinger Liebe freigemacht" - Brahms´ Andeutungen zielten hier auf
die 1858 aufgelöste Verbindung mit Agathe von Siebold, die nur von kurzer
Dauer war. Musikalisch
verarbeitete der Komponist, der zeitlebens feste bürgerliche wie berufliche
Bindungen immer wieder aufbrach, diese traurige Episode im Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36 und verewigte seine
verflossenen Liebe mit der Einbindung
der Tonfolge a-g-a-h-e im Seitenthema des Kopfsatzes.