Hochschulkonzerte, Klassenabende, Fachgruppenkonzerte, Musik in der Region

Classic Percussion in Concert II

Philippe Spiesser, als Gast
tudierende der Klasse Prof. Dennis Kuhn
im Rahmen eines Meisterkurses mit Philippe Spiesser (Haute Ecole de Musique de Genève & IRCAM Centre Pompidou de Paris)

Freitag, 15. Juni 2018
19:00
Uhr
Epiphaniaskirche
Andreas-Hofer-Str. 39
68259 Mannheim-Feudenheim
Eintritt frei

Programm

 

 

 

 

Das Programm von Classic Percussion in Concert II steht erst sehr
kurzfristig und relativ spontan vor dem Konzert fest. Zwei Ensemblestücke begleiten
verschiedene Werke für Mallets und/oder Setup mit und ohne Elektronik. Das
Konzert findet anlässlich des Meisterkurses von Philippe Spiesser statt. Er
selber wird solistisch in Aktion treten.

Seien Sie gespannt!

 

 

 

 

 

Pierre Jodlowski

*1971

24 LOOPS (2006)

for percussion and sound
track

 

Oğuz Akbaş /Junghyun Oh

Dominik Minsch  / Andreas Triefenbach

 

 

 

 

Stephan Thelen

*1959

PARALLEL MOTION (2018)

für 2 Vibraphone, 2 Marimbas
und Perkussion

 

Uraufführung

 

Oğuz Akbaş / Ying-Chen Chuang

Marius Fink / Ti-Hsien Lai

Junghyun Oh / Andreas Triefenbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24 Loops ist Teil eines 2006
begonnenen kumulativen Musikzyklus mit einem Stück für Streichquartett, das
ich in verschiedenen Projekten entwickelt habe. Das Prinzip des kumulativen
Schreibens besteht darin, elektronische Ressourcen zum Stapeln von Sequenzen
zu verwenden, die live gespielt werden.

In den Stücken, die ich nach diesem Prinzip geschrieben habe, ist die
gesamte Aktion der Musiker durch ein Looping-System eingefroren. Die erzeugte
Musik besteht aus den aufeinander folgenden Elementen.

In 24 Loops wird ein szenischer Prozess hinzugefügt, um eine Art Runde
zu schaffen, in der jeder Musiker die Instrumente umkreist und den Klangraum
"füllt".

Nach der 24. Zelle kann die Musik auf einem kontinuierlichen und
freien Crescendo improvisiert werden. (Pierre Jodlowski)

 

 

Parallel Motion

Für die Schweizer Minimal Band SONAR schrieb ich im Jahr 2012
die Komposition Twofold Covering (Zweifache
Überlagerung), die auf einem Motiv basiert, das gleichzeitig in verschiedenen
Geschwindigkeiten und Tonlagen erklingt. Später erfuhr ich, dass es eine iPad
App mit dem Namen Fugue Machine gibt, mit der
sich genau dieser Effekt auf eine sehr kreative und spielerische Art
simulieren lässt.  
Ein 11/8 Pattern, das ich während meines Aufenthalts in den Weihnachtstagen
2017 in New York mit dieser App programmiert hatte, wurde zum Ausgangspunkt
für Parallel Motion, eine Auftragskomposition des
Mannheimer Schlagwerks für zwei Vibraphone, zwei Marimbas und zwei
Perkussionsinstrumenten. Es handelt sich dabei um ein Stück in der
post-minimalistischen Tradition, also eine tonale und sehr rhythmische Musik,
die versucht, durch verschiedene Techniken wie Isorhythmen, überlagerte Polyrhythmen,
Spiegelungen und Hoquetus (Aufteilung der Töne einer Melodie auf verschiedene
Instrumente) aus möglichst wenig musikalischem Material eine möglichst große
Vielfalt zu erzeugen. Das Stück wurde im Februar 2018 in Zürich komponiert
und ist in drei Teilen gegliedert, die ohne Pause durchgespielt werden.
Besonderen Dank geht an Professor Dennis Kuhn, Leiter des Mannheimer
Schlagwerks, für seine große Unterstützung bei der Umsetzung dieser Komposition.

(Stephan Thelen)

Wir weisen darauf hin, dass das Mitschneiden des Konzertes aus
urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet ist.

 

Philippe Spiesser ist ein atypischer und mitreißender Musiker. 1971 in Frankreich
geboren und aus einer Musikerfamilie stammend, studierte er Schlagzeug am
Konservatorium für Musik in Straßburg. Er ist 1997 Gewinner des Europäischen
Jugendwettbewerbs und immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen und
Begegnungen mit Künstlern aus allen künstlerischen Bereichen wie Tanz,
Theater, Bild und elektronischen Klängen.

 

Als polymorpher
Musiker tritt er weltweit als Solist und Kammermusiker auf zahlreichen
internationalen Festivals wie der Electronic Music Week in Shanghai,
Percussion Festival in Peking, Musicá in Lima, Arte Scienza und RomaEuropa in
Rom, Ars Musica in Bruxelles, Musica in Straßburg, Présences in Paris, Ritmo
Vital in Madrid, Gaida in Vilnius, Italien PAS in Pescara, wo er neue Projekte
fördert und Stücke von Komponisten wie Hurel, Jodlowski, Mantovani, Manoury,
Narita, Lopez Lopez, Lupone, Vert.

 

Philippe
Spiesser ist als Solist mit Klangkörpern wie dem Straßburger Philharmonischen
Orchester, der Camerata de France, dem chinesischen Shenyang Orchester, dem
Modern Lemanic Ensemble und dem Languedoc Mediterranean Orchestra aufgetreten.

 

Er ist Leiter
der Schlagzeugabteilung am HEM (Haute Ecole de Musique Genève) in der Schweiz
und am Nationalkonservatorium von Perpignan in Frankreich. Zusätzlich gibt er
Meisterkurse in zahlreichen Musikuniversitäten auf der ganzen Welt. Davor hat
er in Madrid am Neopercusion und am Konservatorium für Musik in Palma de
Mallorca unterrichtet.

 

Seit 2012 hat
er eine Künstlerresidenz im Centro Ricerche Musicali in Rom, wo er sich der
Erforschung neuer Musik mit akustischen Instrumenten widmet, die von Elektronik
verarbeitet werden, insbesondere SkinAct und Feed Drum, entwickelt vom
Komponisten und Forscher Michelangelo Lupone. In diesem Bereich leitet
Philippe Spiesser seit 2015 am HEM in Zusammenarbeit mit dem IRCAM Centre
Pompidou in Paris ein neues Forschungsprojekt zur Gestenerfassung (GeKiPe).

 

Philippe
Spiesser ist Mitglied des Genfer Makrokosmos Quartetts und leitet die von Alfonce
Production veröffentlichte Colour-Kollektion.

Der
Freundeskreis der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Mannheim e.V.
will begabten und bedürftigen Studenten
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