Klassenabende, Fachgruppenkonzerte, Musik in der Region

Classic Percussion in Concert I

Schlagzeugabend der Klassen Prof. Dennis Kuhn, Se-Mi Hwang und Jens Knoop

Donnerstag, 14. Juni 2018
19:00
Uhr
Epiphaniaskirche
Andreas-Hofer-Str. 39
68259 Mannheim-Feudenheim
Eintritt frei

Programm

 

 

 

 

Das Programm von Classic Percussion in Concert I steht
erst sehr kurzfristig und relativ spontan vor dem Konzert fest. Drei Ensemblestücke
für 4-6 Spieler umrahmen verschiedene Solowerke für Mallets und/oder Setup.
Das Konzert präsentiert einen kleinen Ausschnitt aus dem Arbeitsrepertoire
der Studierenden der Klasse Prof. Kuhn, Hwang und Knoop. Viel Vergnügen!

 

 

 

Owen Clayton Condon

*1978

FRACTALIA (2011)

for 2 marimbas and 8 drums

 

Oğuz Akbaş / Ying-Chen
Chuang
/

Junghyun Oh / Ling Lu

 

 

Daniel Wohl

*1980

REPLICATE (2013)

for percussion quartet
and electronics

 

Oğuz Akbaş / Ying-Chen Chuang /

Ti-Hsien Lai / Andreas
Triefenbach

 

 

Tim Brady

*1956

FAST (2015)

for 2 vibraphones and 2
marimbas

 

Movements 2&3

 

Oğuz Akbaş / Ti-Hsien Lai

Ying-Chen Chuang / Marius Fink

Ling Lu / Andreas Triefenbach

 

 

 

 

 

 

Fractalia ist ein klangliches Zelebrieren von Fraktalen,
geometrischen Formen, deren Teile jeweils eine verkleinerte Kopie des Ganzen sind.
Die kaleidoskopisch gebrochenen Melodien innerhalb von Fractalia entstehen,
indem eine wiederholte Figur durch vier Spieler in verschiedenen Registern
der Marimbas geführt wird. (Owen Clayton Condon)

 

 

 

Replicate, ein dichter, zweisätziger
Klangteppich für Percussion und einer ganzen Menge Elektronik. Gestimmte Perkussionsfiguren
kreisen über einer Zweiton-Drone und erzeugen eine warme, ruhige Klangwelt,
die im Verlauf des Stücks langsam an Dichte zunimmt.

Der erste Satz ist flüssig, wie Echos, die über einen Ozean aus Klang
kreisen - der zweite Satz nimmt das Tempo an und verwandelt sich in einen
chaotischen Windkanal aus klirrenden Maschinen, zerbrechendem Glas,
zerplatzenden Nebelhörnern und oszillierender Elektronik." (www.secondinversion.org)

 

 

 

Fast

Sehr
schnelle Musik erfordert den Einsatz des "Muskelgedächtnis" als
grundlegendes Mittel - Skalen, Tonwiederholungen und kleine, repetitive
rhythmische Zellen: Dinge, die jeder Musiker Millionen Mal geübt hat. Aber
wer will schon 15 Minuten lang nur Skalen hören? Ich nicht! Also musste ich
als Komponist, einen Weg finden, eine Art "Hörillusion" zu
erschaffen: Die Musik sollte klingen als würde sie sich vorwärts bewegen,
ändern und weiterentwickeln - die Spieler jedoch müssen diese mit einfachen,
physischen Schlagzeugfiguren fühlen und ausführen können.

Lassen Sie mich wissen, ob es funktioniert. (Tim Brady)

 

 

Wir weisen
darauf hin, dass das Mitschneiden des Konzertes aus urheberrechtlichen Gründen
nicht gestattet ist.

 

 

 

 

MANNHEIMER SCHLAGWERK (Schlagzeugensemble der
Musikhochschule)

 

Es ging
eigentlich nur um das Debüt eines interessanten Ensembles der Mannheimer Musikhochschule.
Wer aber damals in den 90er Jahren in der Mannheimer Feuerwache mit dabei war
und gespürt hatte, daraus könnte mehr werden, lag richtig: Es wurde aber
nicht nur mehr, sondern sehr, sehr viel mehr daraus. Aus der ersten
Mannheimer Schlagzeugnacht ging eine in ihrer Art singuläre Kultserie der
Alten Feuerwache hervor, die regelmäßig Bewunderer perkussiver Drahtseilakte
von weithin anzieht und das Mannheimer Schlagwerk unter der künstlerischen
Leitung von Prof. Dennis Kuhn erwies sich seitdem darüber hinaus auf vielen
Podien in Deutschland, europaweit und bis Südostasien als international
renommiertes Spezialistenensemble. Als ein Team allerdings, das bei allem technischen
Spezialkönnen den künstlerischen Horizont weit über klassische Perkussion hinaus
steckt.

So preisen
Kritiker und Kollegen, wenn sie vom Mannheimer Schlagwerk sprechen oder
schreiben, neben der phänomenalen Qualität immer auch dessen abwechslungsreiche
Programmgestaltung, die Offenheit für Genres und Spielpraktiken erkennen
lässt, Offenheit für das Abenteuer auf unbekanntem Terrain bis hin zum
Tanztheater und sogar zum synästhetischen Experiment.

Diese
bewundernswerte Bandbreite, war, ist und bleibt eine Spezialität der jungen
Musiker um Dennis Kuhn. So hatte beispielsweise der Ballettdirektor und
Chefchoreograph Philippe Talard das Mannheimer Schlagwerk für mehrere
Spielzeiten ans Nationaltheater Mannheim
(NTM) geholt. Mit dem "Seiltänzer" im Mannheimer Opernhaus, vom
Ensemble live gespielt, entstand eine der aufsehenerregendsten Tanzproduktionen
der Ära Talard am NTM.

Zu den Highlights der Ensemblegeschichte
gehören auch Gastspiele wie etwa bei „Connecting Beats Malaysia Vol. 1" in Kuala Lumpur (2017), beim 8. Int. Percussionfestival
in Krakau (2012) oder bei
„Moritz50!" in Hamburg (2015), das
Festival zum 50ten Geburtstag des Komponisten Moritz Eggert. Außerdem wurden
und werden von verschiedenen Komponisten Werke extra für das Ensemble geschrieben.

Die
Diskographie der Gruppe enthält Einspielungen mit der EuropaChor-Akademie unter der Leitung von Sylvain Cambreling und Joshard
Daus
mit Musik von Strawinsky, Dallapiccola u.a. Die erste Portrait-CD
des Mannheimer Schlagwerks square
& round
ist 2012 beim Label Monalvo erschienen.