Forum Neue Musik, Hochschulkonzerte, Klassenabende, Fachgruppenkonzerte

Werkstatt Neue Musik

Yejin Gil, Klavier als Gast
und Studierende der Kompositionsklasse Prof. Sidney Corbett

Freitag, 18. Mai 2018
19:00
Uhr
Musikhochschule Mannheim
Kammermusiksaal
N 7, 17
68161 Mannheim
Eintritt frei

„Etüden für Klavier“ von Unsuk Chin

 

Programm

 

 

 

 

Alfredo De Vecchis

*1989

Prelude, Aria and Kanon

 

 

 

Manfred Trojahn

*1949

Trakl Fragmente

IV.Im Frühling

V. Nachtwandlung, Tod und Seele

 

Victoria Rieser, Gesang

Svenja Kaiser, Klavier

 

X. Nächtliche Buchen

XI.Schneeige Nacht

 

Fiona Stadler,
Gesang

Svenja Kaiser,
Klavier

 

 

Toshio Hosokawa

*1955

 

Lied

 

Hanna Zielke, Flöte

Linda Liang, Klavier

 

 

Unsuk Chin

*1961

 

Klavieretüden

Nr.1 in C

Nr.2 Sequenzen

Nr.3 Scherzo ad libitum

Nr.4 Scalen

Nr.6 Grains

Nr.5 Toccata

 

Yejin Gil, Klavier

 

 

 

- Pause -

 

 

 

 

 

Sidney Corbett

*1960

Malika

 

Alina Wunderlin, Gesang

 

 

Gija Kantscheli

*1935

Mit einem Lächeln für Slava

 

Elisabeth Erber,
Violoncello

Stephanie Staubinger,
Klavier

 

 

Otfried Büsing

*1955

Diferencias (VI)

 

Elisabeth
Erber, Violoncello

 

 

Wolfgang Rihm

*1952

Sechs Gedichte von Friedrich Nietzsche

4. Der
Wanderer

6. Venedig

 

Fabio
Freund, Gesang

Stephanie
Staubinger, Klavier

 

 

Isang Yun

(1917-1995)

Duo für Viola und Klavier

 

Dorothea
Schröder, Viola

Tz Yin
Chen, Klavier

 

 

Yejin Gil

 

Yejin Gil ist eine
herausragende, vielfach preisgekrönte junge Pianistin. Sie vereint technische
Brillanz mit musikalischem Anspruch und dem kompromisslosen Streben nach
künstlerischer Authentizität. Schwerpunkte ihres Schaffens liegen sowohl im
klassisch-romantischen Repertoire als auch in der Musik des 20. und 21.
Jahrhunderts. Ihr fulminantes CD-Debüt mit Werken von Chin, Ligeti, Boulez
und Messiaen gewann 2014 auf Anhieb den „Coup de Coeur" der Académie Charles
Cros, einen der wichtigsten Kritikerpreise Frankreichs, und sorgte auch in
England für Begeisterung: „Gil has the fingers to articulate the densest,
fast-moving passages in such music with dazzling precision, but everything
she does is also perceptive and utterly musical, none of the wit in either
set eluding her." (The Guardian)

In den letzten Jahren arbeitete sie mit Komponisten wie Unsuk Chin, Pierre
Boulez, Philippe Hurel, Heiner Goebbels, Helmut Oehring, Martin Matalon oder
Oscar Strasnoy zusammen und war mit Klangkörpern wie dem Philharmonischen
Staatsorchester Hamburg, der Staatskapelle Halle, der Anhaltischen
Philharmonie Dessau, dem Seoul Chamber Ensemble, den Percussions de
Strasbourg, dem Ensemble Court-Circuit und dem Zafraan Ensemble zu hören.
2014 trat sie als Artist in Residence beim Impuls-Festival in Brüssel,
Berlin, Magdeburg und Halle in Erscheinung, u.a. mit Bernsteins
Klavierkonzert The Age of Anxiety,
und wurde live im MDR übertragen. Ende 2015 erschien ihre zweite CD mit einem
Mussorgski-Programm, das zuletzt auch bei Recitals in Frankreich und
Deutschland zu erleben war. Im Juli 2016 und 2017 war sie zudem in Olivier
Messiaens Turangalîla unter der
Leitung von Kent Nagano auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper zu
erleben.

Yejin Gil gab Konzerte unter anderem bei den Festspielen
Mecklenburg-Vorpommern, im Konzerthaus Berlin, den Thüringer Bachwochen, den
Hamburger Philharmonikern unter Kent Nagano, der Magdeburgischen Philharmonie
unter Hans Rotman sowie und verschiedenen Kammermusik-Festivals mit Jörg
Widmann, Jan Bjøranger, David Adorjan, Martin Funda,
Nora Chastain, Zvi Plesser u.a. Schwerpunkte bilden dabei Werke von Messiaen,
Debussy, Skrjabin, Liszt und Bach sowie einige

 

 

Auftragskompositionen.
Zudem hat sie jüngst im Teldex Studio Berlin ein Skrjabin-Album eingespielt,
das im 2017 beim Label bastille musique erschien.

International trat Yejin Gil bisher bei Veranstaltungen wie dem Klavier
Festival Ruhr, Kasseler Musiktage, IFCP Festival New York, Frontiers Plus
Birmingham, Young Euro Classic Berlin, International Piano Festival La Roque
d'Anthéron, Acanthes Festival Metz, Tongyeong International Music Festival,
The Reflective Musician Oslo, International Chambermusic Festival Stavanger,
Encuentros Buenos Aires, Festival de Sully et du Loiret oder dem Choriner
Musiksommer in Erscheinung und konzertierte in Konzertreihen und Sälen wie
dem Grand Théâtre de Genève, der Essen Philharmonie, dem Théâtre des Bouffes
du Nord, der Salle Cortot Paris, der Weimarhalle, dem Konzerthaus Berlin und
dem Seoul Arts Center.

Yejin Gil begann ihre pianistische Ausbildung im Alter von fünf Jahren. Nach
ihrem erfolgreichen Abschluss an der in Korea führenden Seoul National
University zog es sie nach Deutschland, wo sie an der Folkwang Universität
Essen bei Prof. Bernhard Wambach und Prof. Michael Roll ihr Diplomstudium und
Konzertexamen mit Auszeichnung absolvierte. Während ihrer Ausbildung nahm sie
mit großem Erfolg an Wettbewerben teil, u.a. der Korea National Competition
(Erster Preis), dem Köhler-Osbahr-Wettbewerb (Erster Preis) und dem Orléans
Concours International (Gewinnerin und einzige Finalistin mit vier
Hauptpreisen: Prix Nadia Boulanger, Prix Albert Roussel, Prix Sacem, Prix
Hitachi sowie Sonderpreis für die beste Interpretation von Philippe Hurels
Stück „Interstices").

 

Yejin Gil lebt und arbeitet in Berlin.