Hochschulkonzerte, Musik in der Region, Orchester, Oper, Chor, Ballett

Ballettabend

Akademie des Tanzes
Leitung: Prof. Birgit Keil

Veranstalter: Badisches Staatstheater Karlsruhe

Donnerstag, 22. Februar 2018
20:00
Uhr
Badisches Staatstheater Karlsruhe
Kleines Haus
Hermann-Levi-Platz 1
76137 Karlsruhe
kartenvorverkauf@staatstheater.karlsruhe.de
Kartentelefon: 0721/933 333
PROGRAMM

 

Don Quijotes Traum    2. Akt Don Quijote

 

Musik:

Alois Ludwig
Minkus

Choreografie:

nach Marius
Petipa

Einstudierung:

Birgit Keil

Königin der
Dryaden:

Anastasiya
Didenko

Dulcinea:

Nami Ito

Amor:

Haruka Sakai

3 Dryaden
(Waldgeister):

Alexandra Dreyer, Sayuri Arima, Rie Ogawa

4 Dryaden:

Muriel Bermejo,
Frances van der Hoven,

Saki Tanaka, Ayano Nakamura

 

Dryaden:

Sae Ishimoto,
Kozue Donaka, Fuka Iwasaki,

Airi Kunugi,
Yuri Mitsuhashi, Ayu Shimada,

Kokoru
Yamanaka, Marta D'Ippolito,

Chihiro
Matsubara, Angela Welz

 

 

 

 

Die Therapie

Musik:

Balanescu Quartet: Turning wheels

Choreografie:

Valbona Bushkola

Tänzer:

Kaito Takahashi, Reona Tabuchi

 

 

 

 

 

 

Luna

Musik:

Nando Gazzola

Choreografie und Tanz:

Denise Boccia

 

 

 

Wir

 

Musik:

Philip Glass, Kronos
Quartet

Choreografie:

Carolina Martins

Tänzer:

Valbona Bushkola, Anastasiya Didenko,

Angela Welz, Muriel Bermejo

Guilherme Carola, Jarrad
Gallagher,

Kauê Vieira, Jacob Noble,
Kaito Takahashi

 

 

 

 

Tatarotschka   (Tatar-Mädchen)

Musik:

Tatarische Volksmusik

Choreografie:

Alexandre Kalibabchuk nach Igor Moisseyev

Tänzer:

Denise Boccia, Lee Zammit, Kota Nakao

 

 

 

Salamander

Musik:

Alex Kozobolis

Choreografie:

Kaito Takahashi

Tänzer:

Nami Ito, Jacob Noble

 

 

 

 

 

 

 

 

Elle

Musik:

Daniel Giurlizza, Edith
Piaf

Choreografie und Tanz:

Muriel Bermejo

 

 

 

 

Protest

Musik:

Philip Glass, Jóhann
Jóhannsson: Protest

Choreografie und Tanz:

Alexandra Dreyer

 

 

 

 

Guajira con Abanico

Musik und Gitarre:

Rainer Hawelka

Choreografie:

Silke Beck

Tänzer:

Valbona Bushkola, Anastasiya Didenko,

Nami Ito, Haruka Sakai, Midori Yokomori

Jacob Noble, Reona
Tabuchi, Kaito Takahashi

 

 

 

 

- Pause -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voices of Silence

Musik:

Robert Schumann: Dichterliebe

Fritz Wunderlich

2.   Aus
meinen Tränen sprießen

3.   Die
Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne

4.   Wenn
ich in deine Augen seh‘

5.   Ich
will meine Seele tauchen

7.   Ich
grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht

8.   Und
wüßten‘s die Blumen, die kleinen

10. Hör´ ich das Liedchen klingen

11. Ein Jüngling liebt ein Mädchen

13. Ich hab‘ im Traum geweinet

12. Am leuchtenden Sommermorgen

Tess Remy-Schumacher,
Violoncello

        Marcus Reißenweber, Klavier

 

 

Choreografie:

Thiago Bordin

 

Tänzer:

Alexandra Dreyer - Kaito
Takahashi

Midori Yokomori - Reona
Tabuchi

Valbona Bushkola -
Guilherme Carola

Nami Ito - Klevis Neza

Anastasiya Didenko -
Jacob Noble

 

 

 

 

 

Les Bourgeois

Musik:

Jacques Brel: Les
Bourgeois

Choreografie:

Ben van Cauwenbergh

Einstudierung:

Grant Scruggs

Tänzer:

Lee Zammit

 

 

 

 

Pas de Katz

Musik:

Wadaiko Matzuriza: Kabuki Gomen-Jyo

Drums of the World: Asian Taiko Drum Music

Peter I. Tschaikowski: Kater und Katze aus Dornröschen

Choreografie:

Raimondo Rebeck

Einstudierung:

Bruna Andrade, Yuhao Guo

 

Tänzer:

Nami Ito, Guilherme Carola

 

 

 

Die Raupe    Don Kosaken Tanz

Musik:

Don Kosaken: Folklore-Musik

Choreografie:

Alexandre Kalibabchuk

Tänzer:

Muriel Bermejo, Denise Boccia, Kozue Donaka,
Alexandra Dreyer, Sae Ishimoto, Fuka Iwasaki,

Airi Kunugi, Yuri Mitsuhashi, Ayu Shimada,

Saki Tanaka, Frances van der Hoven,

Kokoro Yamanaka

 

 

 

Ballet Pathétique   (Ausschnitt)

Musik:

Peter I. Tschaikowski

Choreografie:

Jorma Uotinen

Tänzer:

Guilherme Carola, Klevis
Neza, Jacob Noble,

Reona Tabuchi, Kaito
Takahashi,

Branden Gallagher, Lee Zammit, Albert Diep,
Danilo Fiorentino, Kauê Vieira,

Kota Nakao, Giuseppe
Sorrentino, Victor Santos

       


 

Erläuterungen zum Programm

 

 

Don Quijotes Traum    aus dem 2. Akt
Don Quijote

 

Zur Handlung:

In den Ritterepen seiner Bibliothek findet Don Quijote in Dulcinea das
ideale Frauenbild. Auf der Suche nach diesem Idol begegnet er auf dem
Marktplatz Kitri, in der er die von ihm erträumte Dulcinea zu erblicken glaubt.
In seinem Wahn hält er die Windmühle für eine Bedrohung, die er im ritterlichen
Kampf bezwingen muss. Müde und verletzt sinkt er in den Schlaf. In seinem Traum
begegnet ihm Dulcinea (Kitri), umgeben von anmutigen Dryaden.

 

Don Quiote, das klassische abendfüllende Ballett von Marius Petipa mit
Musik von A. Ludwig Minkus wurde am 26.12.1869 am Bolschoi-Theater in Moskau
uraufgeführt. Bereits 1871 schuf Petipa eine sowohl dramaturgisch als auch
choreografisch überarbeitete Version für St. Petersburg. Die Wahl des Stoffes,
die Beschränkung auf die Episode Camacho (gamasch) - Basil - Quiteria (Kitri),
Don Quijote und seinen Diener Sancho Panca aus den Kapiteln 19 bis 21 des
Romans von Miguel de Cervantes bilden den roten Faden, der diese herrliche, bis
heute überaus erfolgreiche Komödie zusammenhält.

Birgit Keil

 

 

 

 

Luna, Protest und Elle sind
Kurzchoreografien Studierender der Bachelorausbildungsklasse III, die im Rahmen
der Prüfungsanforderungen im Fach Choreografie/Improvisation kreiert wurden.

 

 

 

Die Therapie und Salamander sind
Kurzchoreografien der Bachelor-absolventen, entstanden im Rahmen der
Prüfungsanforderungen im Fach Choreografie/Improvisation.

 

 

 

Tatarotschka (Tatar-Mädchen) und Die Raupe sind
Jahresarbeiten, die im Fach Charaktertanz der Bachelorklasse III entstanden.

 

 

Tatarotschka

Zwei Jungen wollen mit ihrem energiegeladenen Tanzen die Aufmerksamkeit
eines hübschen Mädchens auf sich ziehen. Das Mädchen selbst mag beide Jungs und
kann sich nicht entscheiden, wen sie vorziehen soll.

Alexandre Kalibabchuk

 

 

 

 

Die Raupe

Die Sommerabende am Ufer des russischen Flusses Kuban sind lang, heiß
und voller Langeweile. Die Ehemänner - sogenannte Kuban-Kasaken - sind weit weg
von ihren Häusern und Familien. Die einen machen ihren Militärdienst, die anderen
arbeiten in der Landwirtschaft. Die Ehefrauen fühlen sich einsam und wollen mit
einem humorvollen Massentanz eine Raupe nachahmen, ihre Langeweile vergessen
und ihren Spaß haben.

 

Alexandre Kalibabchuk

 

 

 

 

Prof. Alexandre Kalibabchuk wurde nach seiner
Ausbildung in Kiew und Moskau zunächst an der Staatsoper Kiew und später am
Badischen Staatstheater als Solotänzer engagiert. Es folgte ein Jahr als
Ballettmeister beim Ballett Nürnberg, ehe er in der Spielzeit 2003/04 zum von
Birgit Keil neu formierten Ballettensemble nach Karlsruhe als Ballettmeister
zurückkehrt. Seit 2005 unterrichtet Alexandre Kalibabchuk zusätzlich als
Lehrbeauftragter und seit 2010 als Professor an der Akademie des Tanzes.
Während dieser Zeit hat er u. a. Stücke wie Jüdische Hochzeit, Moldawische Tänze,
Gopak, Russische Quadrille, Polka, Griechische Tänze,
Zigeunerlager, La
Danse des Sabotiers
und Tänze aus Tanssylvanien für Studierende der
Akademie choreografiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Guajira con Abanico entstand als
Jahresarbeit der Bachelorabsolventen im Fach Spanischer Tanz.

Die Guajira hat
einen melodischen, eher fröhlichen, nostalgischen Charakter. Ihre Wurzeln
stammen aus Kuba. Meist wird der Tanz mit Abanico (Fächer) interpretiert. Dabei
wird dieser auf sehr feminin anmutige, aber auch kokette Weise von den
Tänzerinnen in die Choreografie eingebracht und unterstützt das sinnliche Spiel
zwischen Mann und Frau, zwischen Nähe und Distanz. Die männlichen Tänzer bilden
dazu den markanten Gegenpart und geben dem Ganzen mit ihrem kraftvollen Zapateado
(Fußarbeit) noch mal eine besondere Dynamik. So entsteht ein spannungsvolles
Wechselspiel.

Silke Beck

 

 

 

 

 

Silke Beck entdeckte während ihres Studiums für Kommunikationsdesign 1988 den
spanischen Tanz, dabei im Besonderen den Flamencotanz für sich. Ihre Lehrer
waren namhafte Größen wie Joaquin Ruiz, Ursula Moreno, La Mariquilla, Juana
Amaya, Mercedes Ruiz.

1994 folgten Unterrichtstätigkeiten sowie regelmäßige Gastworkshops.
Aktuell unterrichtet sie im Ballettstudio Marion Balzer Frankfurt, in der Tanzwerkstatt
Darmstadt und der Tanzschule Ana Infanta Frankfurt. Seit Januar 2016 ist sie
Lehrbeauftragte an der Akademie des Tanzes der Staatlichen Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst Mannheim.

Neben der pädagogischen Tätigkeit erhält Silke Beck deutschlandweit
Angebote zu regelmäßigen Auftritten als Solistin mit der Flamencogruppe
Compañia Flamenco Solera in der Schweiz, im Stadttheater Rüsselsheim, Theater
Memmingen, als Gastsolistin bei der Formation Rumbalea und der Tanz- und
Akrobatikgruppe Firedancer.

Für Studierende der Akademie des Tanzes hat Silke Beck Stücke wie Poquito
Buleria
und Guajira con Abanico geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voices
of Silence

Uraufführung am 2. April 2005 am Staatsballett Karlsruhe

 

Ein Geschenk meiner
Mentorin Birgit Keil machte mich auf den Komponisten Robert Schumann
aufmerksam. Beim ersten Hören von Schumanns Dichterliebe wusste ich sofort,
dass ich eines Tages auf diese Musik etwas kreieren wollte. Immer ist es zuerst
die Musik, die mich als Choreograf inspiriert.

Ich wollte das
Leben Robert Schumanns eingehender erforschen, und so erwarb ich die Biografie
von Eric Frederick Jensen, die mich so gefangen nahm, dass ich beschloss
Schumann selbst zum Inhalt meines Balletts zu machen.

 

 

 

Thiago Bordin

 

 

 

Thiago Bordin wurde in São Paulo
geboren, begann dort auch seine Tanzausbildung und setzte sie als Stipendiat
der Tanzstiftung Birgit Keil an der Akademie des Tanzes Mannheim fort. 2001
wurde er ins Ensemble des Hamburg Ballett engagiert, wo er ab 2006 Erster
Solist war.

John Neumeier
kreierte für ihn u.a. die Partien des Engels im Weihnachtsoratorium und
des Walter Gropius in Purgatorio. Außerdem übernahm er in Neumeiers
Werken die Titelrolle in Othello und den König Ludwig in Illusionen -
Wie Schwanensee,
den Romeo in Romeo und Julia und Solor in La
Bayadère.
Unter seiner Direktion wurde Thiago Bordin durch Tourneen mit dem
Ensemble und durch Sologastauftritte internationale Anerkennung zuteil. 2001
gab er sein Debüt als Choreograf, es folgten Arbeiten für das Bundesjugendballett,
das Hamburg Ballett sowie das Staatsballett Karlsruhe. An internationalen
Auszeichnungen bei Wettbewerben erhielt er den 1. Preis als bestes
Nachwuchstalent in Joinville, Brasilien (1997), die Silbermedaille in Brasilia
(1999), den 1. Preis der Tanzstiftung Birgit Keil (2000). Beim Prix de
Lausanne 2000
und ebenso beim Grand Prix d'Eurovision für junge Tänzer
2001 in London (Covent Garden) war er Finalist und gewann 2001 den 1. Preis
beim Wettbewerb in Helsinki. 2005 erhielt er den Deutschen Tanzpreis Zukunft in
der Kategorie Choreografie, 2010 den Prix Benois de la Danse. Im August 2014
wechselte er zum NDT - Nederlands Dans Theater.

 

 

 

Les Bourgeois

 

Das berühmte
Chanson von Jacques Brel Les Bourgeois wurde vom belgischen Choreografen
Ben van Cauwenbergh als Teil des Ballettabends La Vie en Rose kreiert.
Das humorvoll-ironische Solo ist ein Publikumshit.

 

 

 

 

Ben van Cauwenbergh

In Antwerpen
geboren, trat er nach seiner Tanzausbildung sein erstes Engagement beim
Königlichen Ballett von Flandern an. Er gewann 1976 bei Wettbewerben in Varna
die Silber- und beim Prix de Lausanne die Goldmedaille. Stationen seiner höchst
erfolgreichen Karriere als Tänzer waren: Erster Solist beim London Festival
Ballet, 1984 die Rückkehr an das Königliche Ballett von Flandern, wo er zum
Tänzer des Jahres gewählt wurde. Nicht weniger spektakulär sind seine Erfolge
als Ballettdirektor und Chefchoreograf zunächst in Luzern, dann von 1992 bis
2007 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, und seit der Spielzeit 2008
Ballettdirektor des Aalto Ballett Theater Essen.

In seinen Werken
strebt Ben van Cauwenbergh stets eine ausgewogene Symbiose aus klassischem und
zeitgenössischem Tanz an.

 

 

 

 

Pas de Katz

 

Pas de Katz wurde
am 4. Juli 2010 beim Badischen Staatsballett Karlsruhe im Rahmen von Choreografen
Stellen Sich Vor
uraufgeführt. Bruna Andrade und Yuhao Guo kreierten dieses
heitere Stück, das man nicht unbedingt tierisch ernst nehmen muss.

Birigit Keil

 

 

 

 

 

 

 

 

Raimondo Rebeck
erhiet seine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule in seiner Heimatstadt
Berlin. Im Anschluss wurde er Mitglied des Balletts der Staatsoper Berlin und
1991 zum Ersten Solisten ernannt. 1996 wechselte er als Erster Solotänzer an
das Ballett der Deutschen Oper Berlin.

Internationale
Gastspiele führten ihn an namhafte Theater wie die Mailänder Scala, das Teatro
di San Carlo Neapel, das Ballet National de Marseille, das Ballet de Monte
Carlo, das W. Forsythe Ballett Frankfurt und viele mehr. Besonders prägend war
für Rebeck die Zusammenarbeit mit M. Béjart.

Rebeck wurde mit
Preisen nationaler und internationaler Wettbewerbe ausgezeichnet, u.a. mit dem
1. Preis Prix de Lausanne und bei Ballettwettbewerben in Osaka und Varna.
Weitere Auszeichnungen waren der Berliner Kritikerpreis, der Aalto-Preis der
Stadt Essen und der Deutsche Kritikerpreis 2002.

Seit 2003 arbeitete
Rebeck als freier Assistent, Trainingsmeister, Choreograf und stellvertretender
Direktor beim Aalto Ballett Theater Essen. Choreografische Arbeiten entstanden
bisher beim Staatsballett Berlin, Ballett Dortmund, Bayerisches Staatsballett,
dem ABT 2, der Tanzakademie Zürich und beim Badischen Staatsballett Karlsruhe.

 

 

 

Ballet Pathétique

 

Die Sinfonie Nr. 6
in h-Moll op. 74 Pathétique ist vielleicht die persönlichste Komposition
Tschaikowskis, in die er die Summe seines Lebens, seiner Leiden und
Leidenschaften hineingelegt hat. Eine Woche nach der Uraufführung, die
Tschaikowski am 16. Oktober 1893 in St. Petersburg selbst dirigierte, starb er.

 

 

Jorma Uotinen, der finnische
Choreograf, setzt sich seit den späten achtziger Jahren immer wieder mit der
Pathétique auseinander. Im Mittelpunkt stehen männliche Tänzer in leichter
Verfremdung. Jorma Uotinen drückt mit seiner ganz eigenen modernen
Bewegungssprache Gefühle und Ereignisse im Alltag eines Tänzers aus.

Birgit Keil