Hochschulkonzerte, Konzerte im Rittersaal u. Rosengarten, Musik in der Region

Celloabend István Várdai

Antrittskonzert des neuen Professors für Violoncello István Várdai
István Várdai, Violoncello
Rudolf Meister, Klavier

Montag, 4. Juni 2018
20:00
Uhr
Schloss Mannheim
Rittersaal
Ehrenhof Ost
Bismarckstr. 10
68161 Mannheim
Eintritt 5,-/erm. 2,50

Programm

 

Béla
Bartók

1881-1945

Rhapsodie
Nr. 1

 

 

L. van
Beethoven

1770-1827

Sonate D-Dur

- Allegro con brio

- Adagio con moto sentimento d‘affetto, attacca

- Allegro-
Allegro fugato

 

 

 

- Pause -

 

 

Zoltán Kodály

1882-1967

Sonatina

Johannes Brahms

1833-1897

Sonate e-Moll

- Allegro non troppo

- Allegretto quasi menuetto

- Allegro

 

 

 

István Várdai, geboren
1985 in Pécs, Ungarn, begann mit acht Jahren Cello zu spielen. Im Alter von
zwölf Jahren wurde er an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest in die Klasse
der „außergewöhnlich Begabten" aufgenommen. 2005 wechselte er zu Reinhard
Latzko an der Wiener Musikakademie. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse
von Natalia Gutman, János Starker und Natalia Shakhovskaya. Von 2010 bis 2013
studierte er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson.

István Várdai ist Preisträger zahlreicher
internationaler Wettbewerbe. Bereits drei Mal gewann er den Internationalen
David Popper Musikwettbewerb Budapest (2000, 2003, 2004). 2006 erhielt er
einen Spezialpreis beim Internationalen Cello-Wettbewerb Grand Prix Emanuel
Feuermann in Berlin und den ersten Preis des Internationalen
JohannesBrahms-Wettbewerbs in Pörtschach. Außerdem ist er Preisträger des
Internationalen Tchaikovsky Wettbewerbs 2007 (Dritter Preis und Spezialpreis)
sowie des Internationalen Musikwettbewerbs Genf 2008 (Erster Preis,
Publikumspreis, Prix Pierre Fournier und Prix Coup de Coeur Breguet). 2014
erhielt er den ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb in München.

Sein Debüt-CD, für die er Werke von Elgar,
Prokofiev und Janáček mit dem Orchestre de Chambre de Genève unter der
Leitung von Simon Gaudenz aufgenommen hat, erschien im Oktober 2009 (Nascor).
2010 nahm er das Cellokonzert von Johann Baptist Vanhal mit der Camerata
Schweiz unter der Leitung von Howard Griffiths auf. Seine letzte CD erschien
beim Label Brilliant Classics Anfang 2015 mit Werken von Tchaikovsky für
Cello und Orchester.

Seit seinem Orchesterdebüt 1998 in Den Haag
trat István Várdai mit international renommierten Orchestern wie den St.
Petersburger Symphonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, der
Österreichisch- Ungarischen Haydn-Philharmonie, dem Symphonieorchester des
Bayerischen Rundfunks sowie dem Orchestre de Chambre Genève, den Helsinki
Strings, der Camerata Schweiz, dem Orchestre de la Suisse Romande und der
Kremerata Baltica auf. Er arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Ádám
Fischer, Howard Griffiths, Gilbert Varga, Zoltán Kocsis, Josep Pons, Nicolás
Pasquet, Gábor Takács-Nagy, Marcus Bosch, Roman Kofman und Simon Gaudenz
zusammen. Als Solist und Kammermusiker spielte er auf großen Festivals wie
den Schwetzinger Festspielen, dem Festival de Bellerive, dem Gstaad Menuhin
Festival, dem Festival Radio France Occitanie Montpellier, dem Budapest
Spring Festival, der Cello Biennale Amsterdam, dem Central European Music
Festival, dem Kobe International Cello Festival, dem Yuri Bashmet Winter Arts
Festival, dem Cello Festival der Kronberg Academy, dem Stavanger und West
Cork Chamber Music Festival und dem Verbier Festival.Seit Oktober 2013 ist er
Lehrbeauftragter an der Kronberg Academy und künstlerischer Leiter des
Emanuel Feuermann Konservatoriums.

István Várdai spielt ein Violoncello von
Montagnana aus dem Jahr 1720 und das legendäre „Du Pré-Harrell" Stradivari-Cello
von 1673.

Zum Herbstsemester 2017/2018 wurde István
Várdai zum Professor für Violoncello an die Staatliche Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst Mannheim berufen.

 

 

Der Berliner
Tagesspiegel schrieb über Rudolf
Meister
: „....manchmal stimmt es eben doch: nomen est omen". Der 1963 in
Heidelberg geborene Künstler schloss bereits als 20jähriger sein Studium an
der Musikhochschule Hannover mit der Reifeprüfung ab (Prof.
Konrad Meister). Ausgezeichnet durch mehrere Stipendien des
österreichischen Bundesministers für Wissenschaft und Forschung setzte
Rudolf Meister sein Studium an der Wiener Musikhochschule fort (Prof.
Paul Badura-Skoda). Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er bereits damals
durch den Gewinn internationaler Wettbewerbe bekannt. An der New Yorker
Juilliard School studierte Rudolf Meister als Stipendiat der Studienstiftung
des deutschen Volkes (Prof. Jacob Lateiner). Weitere Förderung erhielt er
durch die Aufnahme in die Künstlerliste des Deutschen Musikrats.

Rudolf Meister
trat weltweit als Solist mit mehr als 30 Orchestern auf sowie als
Kammermusiker mit berühmten Partnern wie Isabelle van Keulen, Ulf Hoelscher
oder Wanda Wilkomirska. Dabei führten ihn seine Tourneen in Säle wie das
Lincoln Center (New York), Tokyo Bunka Kaikan und Tokyo Metropolitan Theatre,
Seoul Arts Center, ABC-Hall (Sydney), Salle Gaveau (Paris), Musikverein und
Konzerthaus (Wien), Berliner Philharmonie und Festspielhaus Baden-Baden sowie
zum Rheingau Musik Festival und Schleswig-Holstein Musik Festival. Daneben
entstanden zahlreiche CD-Einspielungen, unter anderem in Zusammenarbeit mit
der Deutschen Grammophon Gesellschaft und Toshiba EMI.

Mit 26 Jahren
wurde Rudolf Meister auf eine Professur an die Staatliche Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Mannheim berufen, nachdem er bereits als
Badura-Skodas Assistent an der Wiener Musikhochschule gelehrt hatte. Seit
1997 führt er die Hochschule als jüngster Rektor Deutschlands. Er gab
Meisterkurse und lecture recitals in Bulgarien, China, Deutschland,
Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Korea, Österreich,
Polen, Spanien und den USA (Yale University, Juilliard School/New York).
Seine Studierenden sind Preisträger bei wichtigen nationalen und
internationalen Wettbewerben (unter anderem ARD-Musikwettbewerb München, The
Dranoff International Two Piano Competition Miami), und er ist auch selbst
regelmäßig Juror derartiger Wettbewerbe. Er engagiert sich auch im Bereich
der Studienvorbereitung, seine Schüler gewannen zahlreiche Preise bei „Jugend
musiziert" (u. a. 1. Preis Bundeswettbewerb Klavier Solo).

Rudolf Meister
ist Vorstandsmitglied der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in
der HRK, 1. Vorsitzender der Internationalen Max-Reger-Gesellschaft und
Vorsitzender des Fachbeirats der Popakademie Baden-Württemberg, er war
stellvertretender Vorsitzender der internationalen Vereinigung der führenden
Mozart-Städte „Mozart-Wege" und Honorarprofessor des Konservatoriums
Novosibirsk. Für seine Förderung der rumänischen Kultur wurde ihm
die George Enescu-Medaille des Rumänischen Kulturinstituts verliehen.