Hochschulkonzerte, Musik in der Region, Orchester, Oper, Chor, Ballett, Prüfungskonzerte, Sonderveranstaltungen

Musik für Alle - Benefizkonzert

Sinfoniekonzert
Rezitation Helen Heberer
Yoshiko Ueda, Violine
(Klasse Prof. Marco Rizzi)
Kurpfälzisches Kammerorchester
Studierende der Musikhochschule Mannheim
Im Rahmen eines Dirigierkurses mit Prof. Stefan Blunier vom 10.-14.1.

Sonntag, 14. Januar 2018
17:00
Uhr
CityKirche Konkordien
R 2, 1
68161 Mannheim
Eintritt frei – Spenden zu Gunsten der Vesperkirche

X-NONE

Programm

 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart

1756-1791

Sinfonie Nr. 32 G-Dur KV318

 

Allegro spiritoso

Andante

Primo Tempo

 

Leitung: Christian Ruetz

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart

1756-1791

Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV218

 

Allegro

Andante cantabile

Rondeau (Andante grazioso)

 

Yoshiko Ueda, Violine

Leitung: Hyunju Kwon

 

 

Joseph Haydn

1732-1809

 

Sinfonie Nr. 26 d-Moll „Lamentatione"

 

Allegro assai con spirito

Adagio

Menuett

 

Leitung: Phú Son Nguyen

 

 

Igor Strawinsky

1882-1971

Konzert in Es-Dur „Dumbarton Oaks"

 

Tempo giusto

Allegretto

Con moto

 

Leitung: Hangyul Chung

 

 

 

 

Yoshiko Ueda wurde in Chiba (Japan) geboren. Ab dem
Jahr 2000 studierte sie in der Musikschule von Toho, 2004 studierte sie
weiter am dortigen Music College bei Prof. Akiko Tatsumi. Nach Erhalt ihres
Bachelor Zeugnis 2008 vertiefte sie ihre musikalischen und geigerischen
Kenntnisse an der renommierten Escuela Superior de Música Reina Sofía in
Madrid in der Meisterklasse von Prof. Marco Rizzi. Sie erhielt hierfür ein
Stipendium der Fundación Albéniz von 2008 bis 2012. Als beste Studentin
erhielt sie im Juni 2009 den Preis der Königin von Spanien. Während ihrer
Studienzeit in Madrid war sie Primarius von dem BP gesponserten
Streichquartett. Von 2012 bis 2014 studierte sie an der Staatlichen
Hochschule für  Musik und Darstellende
Kunst Mannheim im Master, seit 2014 studiert sie im Studiengang Solistische
Ausbildung bei Prof. Marco Rizzi. Seit 2017 spielt sie als Praktikantin beim
Theater und Orchester Heidelberg.

 

 

Christian Ruetz,
Jahrgang 1988, studierte Schulmusik, Trompete sowie Jazz- und Popularmusik an
der Musikhochschule Stuttgart u.a. bei Bertram Schwarz, Denis Rouger, Richard
Wien, Bastian Stein und Rainer Tempel. Derzeit absolviert er an der Musikhochschule
Mannheim ein Orchesterleitungsstudium in der Klasse von Prof. Stefan Blunier und
erhält Chorleitungsunterricht bei Prof. Harald Jers. Weitere wichtige dirigentische
Impulse erhielt er von Frieder Bernius, Dieter Kurz, Georg Christoph Sandmann
und Colin Metters. Im Rahmen seines Studiums dirigierte er unter anderem das Südwestdeutsche
Kammerorchester Pforzheim, das Kurpfälzische Kammerorchester, das Württembergische
Kammerorchester Heilbronn sowie die Philharmonie Baden-Baden.

Seine vielfältigen künstlerischen Aktivitäten
umfassen den Ensemblegesang (Kammerchor Stuttgart, figure humaine kammerchor),
die Arbeit als Trompeter und Instrumentalpädagoge sowie die Leitung verschiedener
Ensembles (z.B. UniBigBand Hohenheim).

 

 

Hyunju Kwon wurde in Cheong-ju (Südkorea) geboren.  Sie studierte an der Korea National
University of Arts in Seoul Chorleitung und Gesang und schloss 2008 mit dem
Bachelor of Arts ab. Besonders der Unterricht bei Prof. Martin Behrmann
prägte sie so sehr, dass sie sich für eine Fortsetzung ihres Studiums in
Deutschland entschied. Nach mehrjähriger Chorleitungserfahrung in ihrer
Heimat machte Hyunju Kwon ab 2014 an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei
Prof. Frank Leenen und Prof. Dieter Kurz, den sie im Oktober 2016 mit
Auszeichnung abschloss. Ab dem Sommersemester 2016 war sie als musikalische
Assistentin beim Akademischen Chor und Orchester in Stuttgart, wodurch Ihr
Interesse an Orchesterleitung geweckt wurde. Als Dirigentin sammelte sie
Erfahrungen mit dem Akademischen Orchester Stuttgart, mit den Ensembles der
Musikhochschulen Karlsruhe und Mannheim, sowie der Philharmonie Baden-Baden. Derzeit
studiert sie Orchesterleitung im Master-Studiengang an der Staatlichen
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Prof. Stefan
Blunier.

 

 

Sơn Nguyễn (Vollname: Nguyễn phú Sơn), geboren in Hanoi, Vietnam, begann
mit dem
Klavierunterricht im Alter von sechzehn Jahren. Von 2010 bis 2014 war er
Student an der Vietnam Nationale  Akademie bei Prof. Đỗ Hồng Quân im Bachelorstudiengang mit Hauptfach Komposition, seit
2015 studiert er im Bachelorstudiengang mit Hauptfach Orchesterleitung an der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim zunächst bei Prof. Klaus
Arp, und bei Joongbae Jee, Prof. Cosima Osthoff und Prof. Harald Jers. Zur Zeit ist er Student des Professors
für Orchesterleitung der Musikhochschule Mannheim Stefan Blunier. Neben dem Studium machte er zusätzliche
musikalische Aktivitäten wie Konzerte mit vielen professionellen Orchestern
in Vietnam und Deutschland. Als Pianist spielte er auch bei vielen Kammerkonzerten
mit Trio, Quartett und Quintett.

 

 

HanGyul Chung wurde 1991 in Seoul, Südkorea, geboren. 2016 beendete er sein erstes
Dirigierstudium an der „Seoul National University" bei Prof. Hun-Jeong Lim.
Zuvor studierte er Komposition an der „Seoul Arts High School". Seit März
2017 studiert er im Masterstudiengang Orchesterdirigieren in der Klasse von
Prof. Stefan Blunier sowie Chordirigieren bei Prof. Harald Jers an der
Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Weitere
wichtige Impulse erhielt er von Joongbae Jee, Johannes Klumpp und Colin
Metters. HanGyul Chung dirigierte u.a. die Stuttgarter Philharmoniker, die
Philharmonie Baden-Baden, das Gyeonggi Philharmonic Orchestra, das
Sinfonieorchester der Musikhochschule Mannheim, das Seoul National University
Symphony Orchestra, Ensemble TIMF und das Korea National Police Orchestra.
Außerdem gab er 2015 sein Debüt bereits mit der Oper, „Die Zauberflöte" mit
dem Opernstudio des SNU.

 

 

Frau Helen Heberer wurde in
Mannheim geboren und ist Dozentin für Sprecherziehung und Theaterpädagogik.
Sie ist Mannheimer Stadträtin und war als  Mitglied des Landtags Baden-Württemberg
Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sowie
Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.  Zu ihren Hobbies zählt u. a. das Tuba-Spielen.

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1952
hat sich das Kurpfälzische Kammerorchester
in besonderem Maße der Wiederentdeckung und Pflege der Mannheimer Schule
verpflichtet und steht damit unmittelbar in der traditionsreichen Nachfolge
der berühmten Mannheimer Hofkapelle zu Zeiten von Kurfürst Carl Theodor
(1724-1799).

Der modernen, aufgeklärten
Geisteshaltung Carl Theodors ist es zu verdanken, dass sich in den Jahren
seiner Regentschaft Mannheim und die Kurpfalz auf dem Gebiet der Wissenschaft
und Kunst zu einer der innovativsten und fortschrittlichsten Regionen in
Deutschland und Europa entwickelten. Besonders im Bereich der Musik gelang es
ihm, neue Maßstäbe zu setzten, indem er die besten Komponisten und
Instrumentalisten ihrer Zeit - darunter Johann Stamitz und dessen Söhne Anton
und Carl, Franz Xaver Richter, Ignaz Holzbauer oder auch Christian Cannabich
- an den Mannheimer Hof verpflichtete, die mit ihrem musikalischen Wirken den
Weg zu einer neuen Orchesterkultur weisen sollten. In der Tat wäre die
klassische Instrumentalmusik, wie wir sie heute kennen, ohne die Arbeit der
Kurfürstlichen Hofkapelle und die Errungenschaften der Mannheimer Schule
nicht vorstellbar. Mit der Übersiedelung 1778 Carl Theodors nach München
endete die glanzvolle Ära kurpfälzischer Musikgeschichte und geriet im Laufe
der Zeit zunehmend in Vergessenheit.

Erst mit dem Kurpfälzischen
Kammerorchester kehrte die Mannheimer Schule zurück an Rhein und Neckar und
wieder in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Durch seine
jahrzehntelange, unermüdliche Arbeit  -
seien es unzählige Konzertauftritte, Rundfunk - und Tonaufnahmen oder auch
Werkeditionen - fanden viele bedeutende Werke der Mannheimer Komponisten
wieder Einzug in die weltweiten Konzertprogramme. Für Musikfreunde in der
ganzen Welt ist die Mannheimer Schule daher untrennbar mit dem Kurpfälzischen
Kammerorchester verbunden, viel mehr noch: es gilt allgemein als das Orchester der Mannheimer Schule.

Bis heute leistet das Kurpfälzische
Kammerorchester mit seinen 80 bis 100 Konzerten im Jahr somit einen
unverzichtbaren Beitrag, das außerordentlich reiche musikhistorische Erbe der
Region weit über die Landesgrenzen hinaus lebendig zu halten. Zahlreiche
Auftritte in nationalen Konzertzentren wie dem Gasteig der München, der
Glocke Bremen oder der Frauenkirche Dresden sowie regelmäßige Einladungen zu
nationalen und internationalen Festivals belegen darüber hinaus die hohe
künstlerische Qualität des Klangkörpers, seine Spielfreude wie auch seine
enorme Bandbreite vom Barock bis zur Moderne, die es zum Garanten für
erstklassige Musik mit den Programmschwerpunkten Frühklassik und Klassik
werden lassen.