Hochschulkonzerte, Konzerte im Rittersaal u. Rosengarten, Musik in der Region, Orchester, Oper, Chor, Ballett

Messiah

Georg Friedrich Händel – Oratorium HWV 56
Alina Wunderlin, Sopran
(Klasse Prof. Snežana Stamenković)
Eva Siegel, Sopran
(Klasse Prof. Katharina Dau)
Hyowon Jung, Alt
(Klasse Prof. Anna Maria Dur)
Tae Hwan Yun, Tenor
(Klasse Prof. Katharina Dau)
Kihoon Han, Bass
(Klasse Prof. Timothy Sharp)
Chor und Bläser der Musikhochschule
Kurpfälzisches Kammerorchester
Leitung: Prof. Harald Jers

Mittwoch, 13. Dezember 2017
19:00
Uhr
Epiphaniaskirche
Andreas-Hofer-Str. 39
68259 Mannheim-Feudenheim
Eintritt: 20,-/erm. 15,-
Freie Platzwahl - Einlass ab 18:30 Uhr
Kartentelefon: 0621-14554
www.kko.de

Georg Friedrich Händel

1685 - 1759

 

Messiah
HWV 56

 

Teil I

 

Verheißung des Messias

und der Geburt Jesu

 

 

Prophezeiung der Erlösung

Sinfonia
Accompagnato (Tenor)

Arie (Tenor)

Chor

Instrumental

Comfort ye

Ev'ry valley

And the glory of the Lord

 

 

Prophezeiung der Ankunft des
Messias und der Reinigung

Accompagnato (Bass)

Arie (Alt)

Chor

Thus saith the Lord

But who may abide

And He shall purify

 

 

 

Prophezeiung der jungfräulichen
Geburt des „Emmanuel"

Rezitativ (Alt)

Arie (Alt)

Chor

Accompagnato (Bass)
Arie (Bass)
Chor

Behold, a virgin shall conceive

O thou that tellest

O thou that tellest

For behold,

The people that walked

For unto us a Child is born

 

 

 

Die Geburt Christi; die Engel

erscheinen den Hirten

Pifa (Pastoral Sinfonie)

Rezitativ (Sopran)

Accompagnato (Sopran)

Rezitativ (Sopran)

Accompagnato (Sopran)

Chor

Instrumental

There were shepherds

And lo, the angel of the
Lord

And the angel said

And suddenly

Glory to God

 

 

 

Christi Wundertaten auf Erden

Arie (Sopran)

Rezitativ (Alt)
Duett (Sopran, Alt)

Chor

Rejoice greatly

The shall the lame man leap

He shall feed his flock

His yoke is easy

 

Teil II

 

Passion und Sieg Gottes

 

Das Opfer zur Erlösung
der verirrten Schafe

Chor

Arie (Alt)

Chor

Chor

Chor

 

Behold
the lamb of God

He was
despised

Surely

And
with his stripes

All we
like sheep

 

Opfertod, Weg durch die Hölle,
Auferstehung

Accompagnato (Tenor)

Chor

Accompagnato (Tenor)

Arioso (Tenor)

Accompagnato (Tenor)

Arie (Tenor)

 

All they that see him

He trusted in God

Thy rebuke hath broken

Behold, and see

He was cut off

But thou didst not leave

 

Der erhöhte und siegreiche Messias

Chor

Rezitativ (Tenor)

Chor

 

Lift up your heads

Unto which of the angels

Let all the angels

 

 

Pfingsten, Verkündigung
des Wortes

Arie (Alt)

Chor

Arie (Sopran)

Chor

 

Thou art gone up on high

The Lord gave the word

How beautiful are the feet

Their sound is gone out

 

 

Feindschaft gegen das
Wort

Arie (Bass)

Chor

 

Why do the nations

Let us break

 

 

Triumph Gottes

Rezitativ (Tenor)

Arie (Tenor)

Chor

 

He that dwelleth in heaven

Thou shalt break them

Hallelujah

 

 

                                                  Pause
(ca. 20 Minuten)                    

 

Teil III

 

Erlösung der Welt und

Überwindung des Todes

 

 

Die Verheißung der Auferstehung durch den Erlöser

Arie (Sopran)

Chor

 

I know, that my redeemer liveth

Since by man

 

 

Jüngstes Gericht und
Auferstehung der Toten

Accompagnato (Bass)

Arie (Bass)

 

Behold, I tell you a mystery

The trumpet shall sound

 

Sieg über Tod und Sünde

Rezitativ (Alt)

Duett (Alt, Tenor)

Chor

Arie (Sopran)

 

Then shall be brought to
pass

O death, where is thy
sting

But thanks

If God be for us

 

Verherrlichung des Opferlamms

Chor

Chor

Worthy is the lamb

Amen

 

 

 

London um 1740

Georg Friedrich Händel lebte bereits fast
drei Jahrzehnte in seiner Wahlheimat London als er mit 56 Jahren beruflich an
einem unausweichlichen Scheideweg stand. Der Stern der
vielumjubelten, italienischen Oper war an der Themse am Sinken. Schuld hatte
eine unübersichtliche Gemengelage aus Missgunst, Ränken und sich änderndem
Publikumsgeschmack. Die 1740er Jahre
begannen mit einer Reihe von Misserfolgen: Händels Opern „Imeneo" und
„Deidamia" waren durchgefallen, die öffentliche Meinung wandte sich gegen ihn
und er wurde Opfer von Intrigen.

 

„There will be action on the stage"

Jedoch traf diese geänderte Gefühlslage Händel nicht unvorbereitet,
denn seit 1732 konnte der ausgemachte Opernkomponist bereits sechs Oratorien
nachweisen, die allesamt an Theatern gegeben wurden. Die als „sacred entertainment"
bezeichneten Werke bildeten ein Bindeglied zwischen Musikdrama und
geistlichem Anthem. Auch wenn Händel auf den sich abzeichnenden
gesellschaftlichen Wandel reagierte, hieß es 1732 in der Ankündigung seines
„Oratorio or Sacred Drama" Esther für die Bühne des King's Theatre
vielsagend: „There will be no action on the stage". Der Londoner Bischof
Edmund Gibson ließ eine szenische Aufführung nicht zu, nicht einmal, »wenn
die Knaben Bücher in den Händen halten«. Fraglos wäre in dieser Zeit ein
Oratorium, das den Messias selbst zum Thema gehabt hätte, undenkbar gewesen,
denn die puritanisch geprägte englische Gesellschaft reagierte auf die Frage gespalten,
ob Bibeltexte für die Theaterbühne geeignet seien oder nicht.

 

Text

Charles Jennens (1700-1773), ein wohlhabender Literat und
Herausgeber der Dramen Shakespeares, ließ sich von der Diskussion um das
Bibelwort auf der Bühne anscheinend nicht beeindrucken und übersandte Händel
im Juli 1741 ein neues Libretto. Er bediente sich ausschließlich und
überwiegend wörtlich bei bekannten Abschnitten der englischen King-James-Bibel
und dem bis heute zu den wichtigsten Kirchenfesten sowie zum
Trauergottesdienst gebräuchlichen Book of Common
Prayer
(1662). Damit stellte er sicher, dass den
Zuhörern die Texte geläufig waren. Weiterhin blieb die von der anglikanischen
Kirche streng gehütete Liturgie damit unangetastet. Die Verwendung hauptsächlich
alttestamentlicher Passagen der Prophetien mit nur wenigen Abschnitten aus
dem Neuen Testament rückte den Hörer in die Position eines außenstehenden
Betrachters von erfüllten Prophezeiungen und erzählt das Leben Jesu aus einer
indirekten Perspektive. Folglich fehlte und vermied diese Strategie, was ein
Bühnengeschehen nahelegt und zu den Grundmerkmalen eines Oratoriums zählt:
nämlich Handlung und Dialog.

 

Entstehung und Uraufführung

Es war möglicherweise ein Wink des Schicksals, als nun neben der
Einladung des Vizekönigs von Irland an Händel, die Saison 1741/42 in Dublin
zu verbringen und Konzerte zu geben, das frisch eingegangene Messiah-Textbuch auf dem Schreibpult lag. Mit fertigen
Reiseplänen im Hinterkopf begann Händel am 22. August 1741 mit der Vertonung
des Messiah, die er bereits
am 14. September abschließen konnte. Am 18. November traf er dann mit dem
Postschiff in der aufstrebenden Metropole Dublin ein und leitete in den folgenden
Wintermonaten in der neu erbauten Great Musick-Hall eine Reihe von Konzerten
mit eigenen Werken. Die Premiere des Messiah sollte den krönenden Abschluss der Saison bilden. Als Benefizkonzert
zugunsten der Strafgefangenen in den verschiedenen Gefängnissen sowie zur
Unterstützung des Mercer's Hospital und des Armenkrankenhauses wurde am 13.
April 1742, also vor 275 Jahren, im Musiksaal in der Fishamble Street Händels
neues großes Oratorium mit dem Titel Der Messias uraufgeführt.

 

Rezeption

Bereits in der öffentlichen Probe vom 9. April zeichnete sich der
spätere Erfolg ab:

 

»Herr Händels neues geistliches Oratorium hat
nach fachkundiger Meinung alles bisherige, was auf diesem Gebiet in unserem
oder in einem anderen Königreich aufgeführt wurde, weit hinter sich gelassen.
Diese elegante Unterhaltung unterstand souveräner musikalischer Leitung und
rief höchste Befriedigung unter den zahlreichen ehrenwerten Zuhörern hervor.«
(The Dublin News-Letter)

 

Ein ebenso hymnisches Lob erntete die eigentliche Uraufführung, bei
der man schon vorab darum bat, dass die Damen zur besseren Platzausnutzung
auf die ausladenden Reifröcke und die Herren auf Degen verzichten mögen.

 

Besetzung der
Premiere

Bei der Premiere des Messiah wirkten vor 700 Zuhörern etwa 20 Chorsänger der
zwei Dubliner Hauptkirchen mit, sowohl Soprane als auch Knabensoprane. Das
Orchester stellten Mitwirkende der Dubliner Academy of Music sowie der Charitable
Music Society bestehend aus Streichern sowie zwei Trompetern und Pauken;
keine Oboen und Fagotte. Zwei weibliche Solisten stammten aus London: die Sopranistin
Christina Maria Avoglio und die wegen ihres etwas zwielichtigen Privatlebens bekannte
Altistin Susannah Maria Cibber. Die männlichen Solistenpartien übernahmen
fünf Sänger der Dubliner Kathedralchöre, darunter ein Countertenor und ein
Knabenalt. Die insgesamt 9 Solisten sangen der damaligen Praxis entsprechend
auch im Chor. Die Leitung hatte der Komponist selber vom Cembalo aus.  

Aufführungstraditionen

Die Popularität und sich ändernde
Aufführungstraditionen führten im Laufe der Zeit zu stark vergrößerten
Besetzungen. Bereits 1784 während der Händel-Gedächtnis-Festspiele in
Westminster Abbey musizierten: 60 Soprane, 48 Alt, 83 Tenöre, 84 Bässe, 6
Flöten, 26 Oboen, 26 Fagotte, 1 Kontrafagott, 12 Hörner, 12 Trompeten, 6
Posaunen, 3 Paar Pauken und 1 doppelte Kesselpauke, 48 erste und 47 zweite
Geigen, 26 Bratschen, 21 Violoncellos, 15 Kontrabässe und Orgel. Beim „Great
Händel Festival" im Londoner Crystal Palace versammelten sich 1857 bereits
2000 Chorsänger und 500 Orchesterspieler. Gesteigert wurde dies durch noch
größere Massenaufführungen im 19. Jahrhundert.

 

Es gibt keine Messiah-,End-Fassung',
sondern nur Varianten aus Händels 29 Aufführungen. Grund dafür sind Händels
eigenen Anpassungen und Umbesetzungen aufgrund der vorhandenen Besetzungen
bei den Soli und Chor, alternative Vertonungen desselben Textes, Form-Änderungen,
z.B. Rezitativ statt Arie, und Verkürzungen. In den
ersten Jahrzehnten wurde das Oratorium jährlich in der Passionszeit
dargeboten und entwickelte sich erst im Laufe der Jahrhunderte zu einer
weihnachtlichen Konzerttradition.

 

Struktur

Wie in Händels musikdramatischen Werken üblich, untergliederte
Jennens den Messiah in drei
Teile. Innerhalb dieser Abteilungen formte er eine epische Betrachtung des
Lebens und Wirkens Jesu Christi, ausgehend von der Verkündigung und
Menschwerdung (erster Teil) bis zum Passionsgeschehen, der Auferstehung und
Himmelfahrt (zweiter Teil), der die Darstellung von Jesus Christus als
Erlöser folgt (dritter Teil).

 

Aufgrund fehlender Handlung und Dialoge verschiebt sich das
musikalische Hauptaugenmerk von der für eine Oper typischen Konstellation
Rezitativ - Arie zu einem neuen Verbund musikalischer Formen, nämlich dem von
Arie und Chor, was dem Letztgenannten eine im Vergleich zu anderen Oratorien
äußerst wichtige Rolle einräumt. Bis auf zwei Ausnahmen verzichtet Händel auf
die übliche Form der Da-capo-Arie, was ein klares Bekenntnis zur Abgrenzung
von der Opera seria bedeutet, aber auch in der andersartigen Struktur der
biblischen Prosatexte begründet ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alina Wunderlin, Sopran (Klasse: Prof. Snežana Stamenković)

Alina Wunderlin wurde in Frankfurt am
Main geboren. Während ihrer Schulzeit lernte sie neben Gesang auch Klavier,
Schlagzeug und Gitarre. Nach dem Abitur studierte sie zunächst
Musikwissenschaften in Frankfurt, begann dann ein Gesangsstudium an der
Musikhochschule Mannheim bei Prof. Rudolf Piernay, später bei Prof. Snežana
Stamenković, deren Klasse sie weiterhin angehört. Derzeit studiert sie im
Master Konzert/Lied und Oper. Mit ihren Duopartnerinnen gibt sie regelmäßig
Konzerte mit klassischem und modernem Repertoire.

Alina
Wunderlin ist Stipendiatin von Live-Music-Now, des Richard-Wagner-

Verbandes Heidelberg, sowie der Internationalen
Händelfestspiele Karlsruhe. Sie vertiefte ihr Studium in Meisterkursen u.a.
bei Elly Ameling, Robert Holl, Anne Le Bozec, Graham Johnson und Axel Bauni.
Ihr besonderes Interesse gilt der Neuen Musik und sie sang bereits bei
zahlreichen Uraufführungen; zuletzt beim renommierten Festival Heidelberger
Frühling 2017.

 

Eva Siegel, Sopran (Klasse: Prof.
Katharina Dau)

Die aus Kalifornien stammende Sopranistin Eva Siegel studiert derzeit im 7. Semester
Bachelor Gesang in der Klasse Prof. Katharina Dau. Ihre Leidenschaft für
Musik entdeckte sie bereits mit sieben Jahren, als sie anfing Geige zu
spielen. Durch ihre wertvollen Erfahrungen und ersten Kontakte zu Oper und
Oratorium an der Los Angeles County High School for the Arts wurde sie
inspiriert, diese Leidenschaft weiter zu entwickeln. Vor drei Jahren ist sie
nach Deutschland gezogen und ist sehr glücklich, dass sie in einer so
kulturreichen Stadt wie Mannheim gelandet ist.

An der University of Southern California, wo
sie ihre ersten zwei Semester Gesang studierte, war sie in Pauline Viardot's Cendrillon
als Hauptfigur zu sehen. Derzeit ist sie im Extra-Chor des National Theaters
Mannheim und beteiligt sich an vielen öffentlichen Konzerten der
Musikhochschule Mannheim.

Neben ihrem
Studium hat sie auch an Meisterkursen mit Prof. Ulrich Eisenlohr und Prof.
Anne le Bozec teilgenommen.

 

Hyowon Jung, Alt (Klasse: Prof. Anna Maria Dur)

 

Hyowon Jung, 1990 in Seoul geboren, erhielt ihren ersten
Klavierunterricht mit sechs Jahren und die erste Stunde im Klarinettenspiel
im Alter von 14 Jahren. Sie fing mit 16 Jahren an zu singen und hatte mit 18
Jahren ihr erstes Solokonzert. Nach dem Abitur studierte sie Gesang an der
Ewha Womans University bei Prof. Eunhee Kim. Dort trat sie in der Oper
"Hänsel und Gretel" in der Rolle der Mutter auf. In 2014
absolvierte sie ihr Studium und erhielt ihren Bachelor-Abschluss.

Seit 2016
studiert sie den doppelten Masterstudiengang in Konzert/Lied und Oper an der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim bei Prof. Anna Maria
Dur. In diesem Jahr spielte sie die Rolle der "Dorabella" in der
Oper "Cosi fan tutte", das in Neustadt aufgeführt wurde. Sie
befindet sich momentan im vierten Semester ihres Studiums.

Tae Hwan Yun, Tenor (Klasse: Prof. Katharina
Dau)

 

Tae Hwan Yung wurde 1990 in Seoul geboren beherrscht die Sprachen Deutsch.
2008 begann er, nach zweijähriger Militärzeit, mit dem Studium an der The University
of Suwon Hwasung, Korea, im Hauptfach Gesang bei Prof. Kyeongjong Park und
Prof. Jaeyeon Park und schloss diese mit dem Bachelor of Musik im Dezember
2014 ab. Während seines Studiums sang er Opern wie La Traviata (2009),
Cavalleria Rusticana (2010), L'Elisir d'Amore (2011) und Cosi fan tutte
(2012, 2017 in Neustadt Pfalzbau). 2013 und 2014 sang er bei Konzerten in
Seoul mit. Seit März 2015 studiert Tae Hwan Yun an der Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst in Mannheim, im Hauptfach Lied& Konzertgesang und
Opernschule bei Prof. Katharina Dau. Im Juni und Juli 2015 sang er bei
mehrern Konzerten in Mannheim und Heidelberg. Durch seine außergewöhnliche
Begabung gewann der junge Sänger den Förderpreis in 2017 München-Richard
Strauss-Wettbewerb und war Finalist in 2017 24th International Johannes
Brahms Competition.

 

Kihoon Han, Bass (Klasse: Prof. Timothy
Sharp)

 

Der Bassbariton Kihoon Han wurde in Incheon (SüdKorea) geboren. Nach dem
Abschluss seines Bachelor-Studiums an der Korea National University of Arts
in Südkorea 2013, leistete er seinen zweijährigen Wehrdienst im Militär ab. Ursprünglich als Bariton
ausgebildet, machte er einen Fachwechsel zum Bassbarion und begann im
Wintersemester 2016/17 sein Masterstudium an der Staatliche Hochschule
für Musik und Darstellende Kunst Mannheim bei Professor Timothy Sharp.

Er
konnte seither beim internationalen Wettbewerb Gian Battista
Viotti in Genua 2016 den Special-Prize (PRIZE "CARLO GOZZELINO")
gewinnen und war 2017 Finalist beim Concorso Lirico Internazionale
"Giacinto Prandelli" in Brescia.

Zu seinen Bühnenpartien zählen der Sprecher („Die Zauberflöte") und
Dulcamara („L‘elisir d‘amore").
Im vergangenen Semester war er im Rahmen der Hochschulaufführung von der Oper
„Così fan tutte" in Ludwigshafen
und Neustadt al Don Alfonso zu erleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Instrumentalisten der Musikhochschule Mannheim

 

Trompete: Mark Caspari, Rüdiger Kurz (Klasse Prof.
Günther Beetz)

Pauke: Fangge Lu (Klasse: Prof. Dennis Kuhn)

Oboe: Seolah Kim, Enrico Peyronel (Klasse: Prof.
Emanuel Abbühl)

Fagott: Casslav Brujic (Klasse: Prof. Ole
Kristian T. Dahl)

Cembalo: Miklós Mikael Spányi
Orgel: Stefanie Straubinger (Klasse: Prof. Johannes Michel)

 

Kurpfälzisches Kammerorchester
(Konzertmeisterin: Anna Lindenbaum)

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1952 hat sich das Kurpfälzische Kammerorchester
in besonderem Maße der Wiederentdeckung und Pflege der Mannheimer Schule
verpflichtet und steht damit unmittelbar in der traditionsreichen Nachfolge
der berühmten Mannheimer Hofkapelle zu Zeiten von Kurfürst Carl Theodor (1724-1799).

 

Der modernen, aufgeklärten Geisteshaltung Carl Theodors ist es zu
verdanken, dass sich in den Jahren seiner Regentschaft Mannheim und die Kurpfalz
auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kunst zu einer der innovativsten und
fortschrittlichsten Regionen in Deutschland und Europa entwickelten.
Besonders im Bereich der Musik gelang es ihm, neue Maßstäbe zu setzten, indem
er die besten Komponisten und Instrumentalisten ihrer Zeit - darunter Johann
Stamitz und dessen Söhne Anton und Carl, Franz Xaver Richter, Ignaz Holzbauer
oder auch Christian Cannabich - an den Mannheimer Hof verpflichtete, die mit
ihrem musikalischen Wirken den Weg zu einer neuen Orchesterkultur weisen
sollten. In der Tat wäre die klassische Instrumentalmusik, wie wir sie heute
kennen, ohne die Arbeit der Kurfürstlichen Hofkapelle und die
Errungenschaften der Mannheimer Schule nicht vorstellbar. Mit der
Übersiedelung 1778 Carl Theodors nach München endete die glanzvolle Ära
kurpfälzischer Musikgeschichte und geriet im Laufe der Zeit zunehmend in
Vergessenheit.

 

Erst mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester kehrte die Mannheimer
Schule zurück an Rhein und Neckar und wieder in das Bewusstsein einer breiten
Öffentlichkeit. Durch seine jahrzehntelange, unermüdliche Arbeit  - seien es unzählige Konzertauftritte,
Rundfunk- und Tonaufnahmen oder auch Werkeditionen - fanden viele bedeutende
Werke der Mannheimer Komponisten wieder Einzug in die weltweiten
Konzertprogramme. Für Musikfreunde in der ganzen Welt ist die Mannheimer
Schule daher untrennbar mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester verbunden,
viel mehr noch: es gilt allgemein als das Orchester der Mannheimer Schule.

Chor der Musikhochschule Mannheim

 

Der Chor der
Musikhochschule besteht aus ca. 50-80 Studierenden aller Fachrichtungen. Er
probt während des Semesters wöchentlich dienstags von 17.15 bis 19.00 Uhr und
erarbeitet Chorwerke aller Epochen, die in Konzerten am Ende des Semesters
der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei oratorischen Werken arbeitet der
Chor mit Ensembles der Hochschule und dem Kurpfälzischen Kammerorchester
zusammen. Höhepunkte der vergangenen Jahre waren bislang u.a. C. P. E. Bachs
„Magnificat", Mozarts c-Moll-Messe, J. S. Bachs „Weihnachtsoratorium", Arthur
Honeggers „Le Roi David", Alfred Schnittkes „Requiem", Mozarts „Requiem" und
Stamitz´ „Missa solemnis". Der Hochschulchor wird durch Sängerinnen und
Sänger des Kammerhors erweitert. Neben den Studierenden der Musikhochschule
singen auch externe SängerInnen in den Chören.

 

Interessierte,
junge Sängerinnen und Sänger mit umfangreicher Chor- und Gesangserfahrung
sind herzlich willkommen und melden sich bei Interesse gerne im Chorbüro
unter chor.muho@gmail.com. 

 

Harald Jers

 

Harald Jers ist
als Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Mannheim seit 2013 sowohl
für die Leitung der Hochschulchöre als auch Dirigieren mit Schwerpunkt Chor
zuständig. Er schloss seine musikalischen Studien in Dirigieren, Schulmusik/Hauptfach
Gesang und Kirchenmusik ab; zahlreiche nationale und internationale
Meisterkurse sowie Erfolge bei Dirigierwettbewerben ergänzen seinen musikalischen
Horizont. Neben seiner Dozententätigkeit als Gesangs- und Dirigierlehrer an europäischen
Musikhochschulen leitet er internationale Dirigierkurse und Workshops. Darüber
hinaus ist er Juror bei Chor- und Kompositionswettbewerben sowie weltweit Referent
bei Fachsymposien. Ein besonderes Markenzeichen stellt seine
Institutstätigkeit als Diplom-Physiker an der RWTH Aachen und ein Forschungsauftrag
der EU in systematischer Musikwissenschaft mit Schwerpunkt musikalischer
Akustik an der KTH Stockholm dar. Das dadurch erworbene Hintergrundwissen
nutzt er als Dirigent zur qualitativen Verbesserung von Intonation und Klang,
für eine effektive Probenmethodik, zur Entwicklung einer werkspezifischen Interpretation
und zur optimierten Aufstellung seiner Ensembles in Proben- bzw.
Konzertsituationen. Zahlreiche erste Preise bei internationalen Chorwettbewerben
mit seinen Chören, CD- und Rundfunkeinspielungen, Einladungen zu renommierten
Musikfestivals, künstlerische und wissenschaftliche Auszeichnungen belegen
seine fachliche Reputation.