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Sinfoniekonzert - "Russische Seele"

Sergei Rachmaninow: „Vocalise“
Sergei Rachmaninow: 2. Klavierkonzert op. 18 c-Moll
Modest Mussorgski: „Bilder einer Ausstellung“
Stanislav Novitskiy, Klavier
(Klasse Prof. Paul Dan)
Sinfonieorchester der Hochschule
Leitung: Prof. Stefan Blunier

Dienstag, 27. März 2018
18:00
Uhr
Saalbau
Bahnhofstr. 1
67434 Neustadt/Weinstraße
Eintritt 7,-/erm.4,-
Tel: 06321-855404

Sinfoniekonzert
„Russische Seele“

 

Sergei Rachmaninow: „Vocalise“

Sergei Rachmaninow: 2. Klavierkonzert op. 18 c-Moll Modest Mussorgski: „Bilder einer Ausstellung“

 

Sinfonieorchester der Musikhochschule

Leitung: Stefan Blunier

 

"Wozu sind die Worte, wenn Sie doch fähig sind, alles besser und viel mehr mit Ihrer Stimme und durch Ihre Interpretation auszudrücken, als jedermann dies mit Worten täte?“

So schrieb der Komponist, Pianist und Dirigent Sergej Rachmaninoff zu seinem Hit
„Vocalise“ op. 34/14. Sie wurde in der Fassung für hohe Singstimme und Klavier 1915 in Moskau uraufgeführt. Ihren Erfolg verdankt sie aber auch den unzähligen Transkriptionen, u.a. für Gesangsstimme und Orchester, für Orchester allein, Violine und Orchester, Streichorchester, Violoncello und Klavier, Klaviertrio, Klavier allein, Klarinette und Klavier, Violine und Klavier, Horn und Klavier und schließlich auch Kontrabass und Klavier. Nur die Fassung in e-Moll für Orchester allein stammt übrigens von Rachmaninow selbst. Es ist ein beredtes Zeugnis von der sensiblen und intimen Schaffenskraft des oft als lärmend und larmoyant diskreditierten Komponisten. Eine ruhige und wunderbar geführte unendliche Melodie trägt uns durch dieses elegische Kleinod, ein wunderbar kontemplativer Auftakt für unser russisches Projekt.

 

Als Rachmaninow mit der Komposition des 2. Klavierkonzerts begann, hatte er eine schwere Schaffenskrise durchgemacht. Im Oktober 1897 war seine 1. Sinfonie in d-Moll sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik durchgefallen, eine Erfahrung, die dem jungen Komponisten hart zusetzte. Rachmaninow, für seinen Schwermut bekannt, verfiel in Selbstzweifel und schließlich in Depressionen. Nur mithilfe einer Hypnose-Therapie konnte er seine Unsicherheit als Komponist und den damit verbundenen Schreibstau überwinden. Die Uraufführung im Jahre 1901 wurde zum triumphalen Erfolg und setzte den Siegeszug dieser Komposition um die Welt fort. Das Konzert genießt bis heute aufgrund seiner ganz der Romantik geschuldeten, liedhaft-melodiösen Themen bei Pianisten wie Zuhörern eine große Popularität. Untermauert wird dieser enorme Erfolg auch durch die Verwendung der Musik in Filmen mit Marilyn Monroe, Greta Garbo, Elizabeth Taylor und zahlreichen anderen Movies.

 

Der Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ ist eine Komposition von Modest Mussorgski aus dem Jahr 1874, die allgemein als ein Musterbeispiel für Programmmusik gesehen wird.

 

Die 10 Charakterstücke beschreiben Gemälde und Zeichnungen seines im Jahr zuvor gestorbenen Freundes Viktor Hartmann, die Mussorgski auf einer Gedächtnisausstellung gesehen hatte, und sind mit variierten „Promenaden“ verbunden. Der Reichtum der Klangfarben regte schon früh andere Komponisten an, das Werk auch für Orchester und andere, z.T. abstruse Instrumentalbesetzungen und – kombinationen zu bearbeiten. Die bekannteste der über 70 Transkriptionen ist die Fassung von Maurice Ravel aus dem Jahre 1922.