Hochschulkonzerte, Musik in der Region, Orchester, Oper, Chor, Ballett

Ballettabend

Studierende der Akademie des Tanzes
Leitung: Prof. Birgit Keil
Veranstalter: Badisches Staatstheater Karlsruhe
www.staatstheater.karlsruhe.de

Samstag, 20. Mai 2017
19:00
Uhr
Badisches Staatstheater Karlsruhe
Kleines Haus
Baumeisterstr. 11
76137 Karlsruhe
Kartentel. 0721-933333
Kartenvorverkauf@staatstheater.karlsruhe.de
PROGRAMM

 

 

 

 

Schwanensee
Walzer aus dem 1. Akt

 

Musik:

Peter I.
Tschaikowski

Choreografie:

Birgit Keil,
Eric Blanc

nach Rudolf
Nurejev und Marius Petipa

Haruka Sakai,
Carolina Martins, Mizuki Tabata, Meiri Kuniya,

Anastasiya Didenko,  Nami Ito, Emily Robinson, Midori Yokomori

 

Yuta Homma, Guilherme Carola, Hayato Kudo,
Jacob Noble, Reona Tabuchi, Mustafa Ayyildiz, Jarrad Gallagher, Albert Diep

 

 

 

Still

 

Musik:

Daughter: Still

Choreografie und Tanz:

Reona Tabuchi

 

 

Moment

Musik:

Okean Elzi

Choreografie und Tanz:

Anastasiya Didenko

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

Le Corsaire  -  Pas de Deux

Musik:

Riccardo Drigo

Choreografie:

nach Marius Petipa

Einstudierung:

Birgit Keil

Shiori Nirasawa, Taisuke
Nakao

 

 

 

 

The Journey

 

Musik:

Woodkid: Run Boy Run

Choreografie und Tanz:

Jacob Noble

 

 

 

 

E =
mc2

Musik:

Philip Glass

Choreografie:

Guilherme Carola

Shiori Nirasawa, Valbona
Bushkola, Carolina Martins, Mizuki Tabata,

Taisuke Nakao

 

 

 

 

Tänze aus Transsylvanien

1. Verbunk

2. Pontozó

3. Scapora

4. Csárdás

 

Musik:

Méta & Kálmán Balogh:
Verbunk from Madosca

(aus dem Album Ungarische Zigeunermusik vom Lande)

 

Moiseyev Dance Ensemble
Orchestra:

Pontozó

(The Hungarian Folk Dance
aus dem Album Moiseyev Dance Ensemble)

 

Muzsikás & Márta
Sebestyén:

Scapora

(aus dem Album The best of Muzsicás:

Fly bird, fly)

 

Choreografie:

Alexandre Kalibabchuk

Valbona Bushkola, Anastasiya Didenko, Nami Ito, Emily Robinson, Moe
Sasaki, Midori Yokomori

Hayato Kudo, Jacob Noble,
Reona Tabuchi

 

 

- Pause -

Chansons

Choreografie:

Dominique Dumais

Einstudierung

Zoulfia Choniiazowa,
Tyrel Larson

 

Libres et Gais - Mardi Gras BB

 

Muriel Bermejo, Anastasiya Didenko, Nami Ito,
Carolina Martins,

Shiori Nirasawa, Angela Welz

Hayato Kudo, Guilherme Carola, Taisuke Nakao,
Jacob Noble, Reona Tabuchi, Yuhao Guo

 

 

Fortsetzung
Chansons

 

 

Le Tourbillon - Jeanne Moreau

 

Taisuke Nakao

 

 

Quelqu'un m'a dit - Carla Bruni

 

Angela Welz und Ensemble

 

 

Lhasa - El Desierto

 

Carolina Martins, Jacob
Noble

 

 

Les Cornichons - Nino Ferrer

 

Guilherme Carola, Hayato
Kudo, Taisuke Nakao, Jacob Noble, Reona Tabuchi, Yuhao Guo

 

 

La Dernière Minute - Carla Bruni

 

Muriel Bermejo, Shiori
Nirasawa

 

 

Voir un Ami pleurer - Jacques Brel

 

Taisuke Nakao, Yuhao Guo

 

 

Les uns contre les autres - Fabienne Thibeault (Starmania)

 

Ensemble

 

 

 

 

 

Poquito Buleria

Musik und Gitarre

Rainer Hawelka

Choreografie:

Silke Beck

Meiri Kuniya, Carolina Martins, Shiori Nirasawa, Mizuki Tabata, Wakana
Tamura

Guilherme Carola, Taisuke Nakao

 

 

 

Ballet Pathétique  -  Ausschnitt

Musik:

Peter I. Tschaikowski

 

Choreografie:

Jorma Uotinen

Einstudierung:

Alexandre Kalibabchuk

Mustafa Ayyildiz, Branden Gallagher, Jarrad
Gallagher, Guilherme Carola, Hayato Kudo, Yuta Homma, Lee Zammit, Taisuke
Nakao, Jacob Noble,
Reona Tabuchi, Daniello Fiorentino

Solo: Taisuke Nakao

 

Die
Einstudierung von Ballet Pathétique wurde ermöglicht durch die Tanzstiftung
Birgit Keil.

 

 

 

 

Erläuterungen zum Programm

 

 

Schwanensee

 

Schwanensee - das Ballett aller Ballette ist Inbegriff und vollendete
Verkörperung des klassischen Balletts schlechthin.

Im Jahr 1875 erhielt Tschaikowski vom Bolschoi-Theater in Moskau den
Auftrag zur Komposition eines abendfüllenden Märchenballetts. Bereits 1877 fand
die Uraufführung im Bolschoi-Theater Moskau statt.

Schwanensee entstand als erstes, von Tschaikowskis Ballettdreigestirn -
Schwanensee, Dornröschen, Der Nussknacker -, wurde jedoch als letztes in einer
definitiven Choreografie von Marius Petipa zur Tschaikowski-Gedenkfeier am 17.2.1894
aufgeführt. Tschaikowski war zwei Jahre zuvor gestorben.

Birgit Keil

 

 

Still, Moment, The Journey und E = mc2 sind
Kurzchoreografien Studierender, die im Rahmen der Prüfungsanforderungen im Fach
Choreografie/Improvisation entstanden.

 

 

Le Corsaire

 

Le Corsaire, Ballett in 3 Akten erlebte seine Uraufführung 1856 an der
Opera Paris.

Eine vollkommen neu choreografierte Version brachte Marius Petipa 1899
am Marientheater in St. Petersburg heraus - mit musikalischen Ergänzungen von
Riccardo Drigo, Ludwig Minkus und Cesare Pugni. Es ist diese Version, auf die
die heute noch in Russland anzutreffenden Inszenierungen zurückgehen. Der auch
im Westen oft als Glanzstück brillanter Technik gezeigte Pas de Deux wird mit
Musik von Drigo getanzt.

Quelle: Friedrichs Ballettlexikon von A-Z

 

 


Tänze aus Transsylvanien

 

Transsylvanien (in Deutschland auch als Siebenbürgen bekannt) bildet
geografisch das schöne Gebirgsgebiet im südlichen Karpatenraum, wo Rumänien,
Moldawien, die westukrainische Bukowina und Ungarn aneinander grenzen. Seit
Jahrhunderten leben dort Rumänen, Magyaren, Roma, Ukrainer, Moldawier und sogar
einige Deutsche zusammen. Diese bunte Mischung verschiedener Nationalitäten und
Kulturen hat auf eine einzigartige Art und Weise auch die dortige Musik- und
Tanzkultur geprägt.

Die zahlreichen Tänze aus Transsylvanien beinhalten Elemente von
ungarischem Csárdás und moldawischem Hora, westukrainischem Jok und rumänischem
Dancilla. Männer zeigen ihr Können in den kraftvollen Pontozó und virtuosen
Szapora, Paare genießen den feurigen Verbunk.

Diese Vielfalt bietet den Studierenden die Möglichkeit, verschiedene
tänzerische Stile zu erlernen.

Tänze aus Transsylvanien sind voller Tempo, Energie und Charakter und
technisch und rhythmisch sehr anspruchsvoll. Sie zu beherrschen und zu
perfektionieren, war für die Studierenden der Akademie des Tanzes eine
herausfordernde, aber gleichzeitig spannende Aufgabe, die ihnen sehr viel
Vergnügen bereitet hat.

Alexandre Kalibabchuk

 

Prof. Alexandre
Kalibabchuk

wurde nach seiner Ausbildung in Kiew und Moskau zunächst an der Staatsoper Kiew
und später am Badischen Staatstheater als Solotänzer engagiert. Es folgte ein
Jahr als Ballettmeister beim Ballett Nürnberg, ehe er in der Spielzeit 2003/04
zum von Birgit Keil neu formierten Ballettensemble nach Karlsruhe als
Ballettmeister zurückkehrt. Seit 2005 unterrichtet Alexandre Kalibabchuk
zusätzlich als Lehrbeauftragter und seit 2010 als Professor an der Akademie des
Tanzes. Während dieser Zeit hat er u. a. Stücke wie Jüdische Hochzeit, Moldawische Tänze,
Gopak, Russische Quadrille, Polka, Griechische Tänze,
Zigeunerlager und
La Danse des Sabotiers
für Studierende der Akademie choreografiert.

 

 


Chansons

 

In vielen Chansons wird das Erzählen, das Singen, das Träumen besungen,
wie es unser Erleben berührt und unsere Sicht auf Dinge prägt. In den Chansons,
die ich ausgesucht habe, finde ich ein tiefes Verständnis vom Leben, in dem
auch Trauer, Verlust und Verzweiflung ihren Platz haben. Das Chanson verkörpert
die Liebe zum Leben, das durch seine Flüchtigkeit noch wertvoller und schöner
wird.

Dominque Dumais

 

Dominique Dumais absolvierte ihre tänzerische Ausbildung an der National Ballet School in
Toronto und war als Solistin beim National Ballet of Canada engagiert, wo renommierte
Choreografen wie Forsythe, Kudelka, Tetley und Parsons Rollen für sie
entwickelten. Erste eigene Choreografien entstanden für das National Ballet of
Canada. 1998 verließ sie dieses Ensemble, um als freie Choreografin und
Tänzerin bei bedeutenden Compagnien zu arbeiten, bevor sie von 2002 bis 2016
als stellvertretende Ballettintendantin am Nationaltheater Mannheim wirkte.
Während dieser Zeit schuf sie dreizehn abendfüllende Uraufführungen, darunter Chansons, das sie jetzt zum Teil mit
Studierenden der Akademie des Tanzes erarbeitet hat.

Seit 2016 arbeitet sie international als vielgefragte freischaffende
Choreografin.

 

 

 

 

Poquito Buleria

 

Die Buleria ist ein Palo (Stil) im klassischen Flamenco und besticht
durch seinen dynamischen Rhythmus und die damit verbundene schnelle virtuose
Fußarbeit, dem „Zapateado".

„Poquito" bedeutet in diesem Sinne einen Moment oder kleine Szene der
Buleria, da das Stück nicht aus einer schon festen Choreografie entstand,
sondern sich viel mehr durch den choreografischen Arbeitsprozess mit den
Studierenden und die daraus entstandenen Momente und Szenen entwickelte.

 

Silke Beck

 


Silke Beck entdeckte während ihres Studiums für Kommunikationsdesign 1988 den
spanischen Tanz, dabei im Besonderen den Flamencotanz für sich. Ihre Lehrer
waren namhafte Größen wie Joaquin Ruiz, Ursula Moreno, La Mariquilla, Juana
Amaya, Mercedes Ruiz.

1994 folgten Unterrichtstätigkeiten sowie regelmäßige Gastworkshops.
Aktuell unterrichtet sie im Ballettstudio Marion Balzer Frankfurt, in der
Tanzwerkstatt Darmstadt und der Tanzschule Ana Infanta Frankfurt. Seit Januar
2016 ist sie Lehrbeauftragte an der Akademie des Tanzes der Staatlichen
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.

Neben der pädagogischen Tätigkeit erhält Silke Beck deutschlandweit Angebote
zu regelmäßigen Auftritten als Solistin mit der Flamencogruppe Compañia
Flamenco Solera in der Schweiz, im Stadttheater Rüsselsheim, Theater Memmingen,
als Gastsolistin bei der Formation Rumbalea und der Tanz- und Akrobatikgruppe
Firedancer.

 

 

 

 

Ballet Pathétique

 

Die Sinfonie Nr. 6 in h-Moll op.74 Pathétique ist vielleicht die
persönlichste Komposition Tschaikowskis, in die er die Summe seines Lebens,
seiner Leiden und Leidenschaften hineingelegt hat. Eine Woche nach der
Uraufführung, die Tschaikowski am 16. Oktober 1893 in St. Petersburg selbst
dirigierte, starb er.

 

Jorma Uotinen, der finnische Choreograf, setzt sich seit den späten achtziger Jahren
immer wieder mit der Pathétique auseinander. Im Mittelpunkt stehen männliche
Tänzer in leichter Verfremdung. Jorma Uotinen drückt mit seiner ganz eigenen
modernen Bewegungssprache Gefühle und Ereignisse im Alltag eines Tänzers aus.

Birgit Keil

 

-->