Hochschulkonzerte, Kurse, Seminare, Vorträge

Cellomatinee

in Zusammenarbeit mit ERASMUS
im Rahmen des internationalen Celloseminars mit
Prof. Götz Teutsch, Cello, (Berlin)
Prof. Csaba Onczay, Cello (Budapest)
Prof. Jelena Ocic, Cello (Mannheim)
Prof. Michael Flaksman, Cello (Mannheim)
Prof. Cordelia Höfer, Klavier (Salzburg)

Mittwoch, 1. Mai 2013
11:00
Uhr
Musikhochschule Mannheim
Kammermusiksaal
N 7, 17
68161 Mannheim
Eintritt frei

 

Programm

Manuel De Falla

1876-1946

Suite Populaire Espagnole

- El pano moruno

- nana

- Canciòn

- Asturiana

- Jota

- Polo

 

Jelena Očić, Cello

 

Ludwig van Beethoven

1770-1827

Sonate in A-Dur op. 69

- Allegro ma non tanto

- Scherzo. Allegro

- Adagio cantabile - Allegro vivace

 

Götz Teutsch, Cello

   

- Pause -

   

Johannes Brahms

1833-1897

Sonate in e-Moll op. 38

- Allegro ma non troppo

- Andante quasi Menuetto

- Allegro

 

Csaba Onczay, Cello

   

Achille-Claude Debussy

1862-1918

Sonate

- Prologue

- Sérénade et Final

 

Michael Flaksmann, Cello

 

Am Flügel: Cordelia Höfer

Götz Teutsch,

Jahrgang 1941, stammt aus Hermannstadt (Rumänien). Er wurde zunächst in Bukarest ausgebildet (Prof. Dim. Dinicu) und setzte seine Studien nach der Ausreise aus Rumänien im Jahre 1968 bei Karl Richter und Enrico Mainardi fort.

Er war fast 40 Jahre Mitglied der Berliner Philharmoniker, davon über zwei Jahrzehnte Solo-Cellist unter Herbert von Karajan und Claudio Abbado. Götz Teutsch zählt zu den Gründungsmitgliedern der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker; als Kammermusiker und Solist tritt er weltweit auf.

Außerdem hat er Viola da gamba und Barockcello studiert, und konzertiert  im Bereich der „Alten Musik" mit vielen der bedeutendsten Musiker  zusammen. Als Gamben-Solist hat er u.a. mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle gespielt. 

Seit November 2000 gestaltet Götz Teutsch als Dramaturg und Autor die erfolgreichste Kammermusikreihe der Berliner Philharmoniker: den „Philharmonischen Salon" und seit einigen Jahren hält er regelmäßig Einführungsvorträge für die Konzerte der Berliner Philharmoniker.

Götz Teutsch lebt in Berlin und Salzburg.

 

 

Csaba Onczay

Csaba Onczay ist Professor an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest.

Er gewann zahlreiche internationale Preise, so u.a. den ersten Preis des internationalen Pablo Casals-Wettbewerbs in Budapest (1973) und den ersten Preis des internationalen Villa-Lobos-Wettbewerbs in Rio de Janeiro (1976).

Für die außergewöhnliche Interpretation von Zoltan Kodálys Solosonate op.8 wurde er in 1976 mit dem Liszt-Preis und in 1986 mit dem „Érdemes Művész" ausgezeichnet.

Csaba Onczay gibt regelmäßig Soloabende in den großen Konzertsälen Europas, Nord- und Südamerikas und Japans. Hervorragende Erfolge feierte er mit den Wiener Symphonikern, dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, mit dem RAI und den Orchestern von Rio de Janeiro, Spokane und San Francisco.

Neben zahlreichen Radio- und Fernsehaufnahmen spielte er Konzerte von C.Ph.E. Bach, Schumann, Lalo, Villa Lobos sowie Sonaten von Beethoven und Bach auf CD ein. Csaba Onczay gilt als ausgezeichneter Interpret zeitgenössischer Musik von Akutagava, Landowski, Lutoslawski, Lendvay, Szokolay, Pendereczki sowie eigens für ihn komponierter Werke.

Parallel zu seiner interpretatorischen Tätigkeit gibt er seit 1978 wiederholt Meisterkurse in Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Japan, in der Schweiz und in den USA. 2001 wurde er als Gastdozent an die Musikhochschule Oberlin (Cleveland, USA) berufen.

1993 wurde er mit dem wichtigsten Preis für Künstler in Ungarn, dem Kossuth-Preis, ausgezeichnet.

In 2001 hat er die Bartók-Pásztory Preis bekommen.

Csaba Onczay war Gastprofessor in Freiburg (1996) , Oberlin (2001)  and  an der Indiana Universität in USA, Bloomington von 2006 bis 2009.

 

 

Jelena Očić

Jelena Očić virtuoses und farbenreiches Spiel begegnet enthusiastischen Ovationen in den Konzertsälen dreier Kontinente. Bernard Greenhouse, Gründercellist des berühmten "Beaux Arts Trio", nannte sie "eines der außerordentlichsten Cellotalente der heutigen Zeit" und der unvergeßlicher Siegfried Palm, die herausragende Figur der Musik des 20. Jahrhunderts, beschrieb sie als "eine der vielversprechendsten Interpreten der Neuen Musik".

Als Solistin konzertiert die kroatische Cellistin mit Kammer- und philharmonischen Orchestern und als Recitalistin in Ost- und Westeuropa, in den Vereinigten Staaten und in Asien. Mehrere Komponisten (Cornell, Sorg, Prohaska u.a.) haben ihr Werke gewidmet. Ihre mit dem Pianisten Federico Lovato eingespielte CD‘s mit u.a. Beethovens „Kreutzer"-Sonate und mit Sonaten von Ginastera, Hindemith und Kabalewsky und den "Songs of Shulamith" von Anatolius Šenderovas, veröffentlicht unter dem Label „Challenge Classics", wurde in der Fachpresse einhellig mit Begeisterung rezensiert.

Aus ihrem Unterricht in Mannheim traten Gewinner internationaler Wettbewerbe und Mitglieder namhafter Orchester hervor.

 

 

Cordelia Höfer

Cordelia Höfer wurde in München geboren. Ihr Klavierstudium absolvierte sie mit höchsten Auszeichnungen an den Hochschulen in Salzburg (bei Hans Leygraf) und in München (bei Klaus Schilde). In Salzburg studierte sie auch die Fächer Dirigieren und Kammermusik. Wichtige Lehrer waren Wilhelm Kempff, Tatjana Nikolajewa und Elisabeth Leonskaja..  Seit ihrem 15. Lebensjahr führt  eine intensive Konzerttätigkeit Cordelia Höfer als Solistin und Kammermusikerin durch viele europäische Länder, die USA, Japan, Korea und Chile. Beispiele für die zahlreichen Festivals, bei denen die Pianistin in den letzten Jahren auftrat, sind „Mostly Mozart" New York, „Kontrapunkte" der Salzburger Osterfestspiele, das Kuhmo- Festival in Finnland,  die Sommerfestivals in Ravinia  und Portogruaro (Italien)sowie das Mozartfestival in Cluj-Napoca (Rumänien).

Außerdem wirkt sie regelmäßig in Kammerkonzerten der Berliner Philharmoniker mit, nicht zuletzt in den philharmonischen Salons.

Cordelia Höfer unterrichtet als Professorin für Klavier und Kammermusik an der Universität "Mozarteum" Salzburg.

 

 

Prof. Flaksman

Prof. Michael Flaksman, geb. 03.05.1946 in Akron, Ohio, USA

Erste violoncellistische Ausbildung bei Ernst Silberstein, Solocellist des Cleveland Orchesters, später bei Maurice Eisenberg. Mehrjährige Teilnahme an Kursen bei Leonard Rose und Josef Gingold (Kammermusik) an der „Meadowmount"-Sommerakademie. Anschließend Stipendiat des „Tanglewood"-Festivals: Orchesterspiel unter Leitung von Erich Leinsdorf, Aufführung neuer Musik unter Yannis Xenakis und Gunther Schuller.

Universitätsstudium 1963-1970 an der Harvard University. Musikalische Studien unter Anleitung von Luise Vosgerchian, Leon Kirchner. Kammermusikaufführungen mit James Oliver Buswell, S. Carlin, Ursula Oppens, Tyson Street. Solocellist des Harvard-Radcliffe-Orchesters unter Leitung von Henryk Swoboda.

In dieser Zeit Studienaufenthalte in Paris (Conservatoire Supérieur National und Ecole Normale: Harmonielehre und Analyse bei Nadia Boulanger) und in London. Teilnahme am „Marlboro"-Festival: Meisterkurse und Orchester unter Leitung von Pablo Casals, Kammermusik mit Rudolf Serkin, Felix Galimir, Mitgliedern des Budapest- und Guarnieri-Quartetts.

Von 1969 bis 1982 Orchestertätigkeit als Cellist bzw. Solocellist bei folgenden Orchestern:

  • - National Arts Centre, Ottawa (Kanada)
  • - Hamilton Philharmonic (Kanada)
  • - Lakehead Symphony (Kanada)
  • - Symphonieorchester Bern
  • - Symphonieorchester Basel
  • - Kammerensemble Radio Bern
  • - Württembergisches Kammerorchester
  • - Camerata Academica Salzburg

In Kanada 1969-1971: Mitglied des philharmonischen Streichquartetts „The Revolutionary Bow" (Hamilton, Ontario); erste Dozententätigkeit an der Lakehead University (Thunder Bay, Ontario); Zusammenarbeit mit nichtklassischen Musikern.

1972 - 1974 Weiterbildung bei Antonio Janigro am Robert-Schumann-Institut Düsseldorf und 1974 - 1978 am Salzburger Mozarteum (Kammermusikstudien bei Sandor Végh). Gleichzeitig künstlerisches Aufbaustudium und Assistenztätigkeit an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart mit Abschluss 1978.

Ab 1975 internationale und vielfältige Kursleitungen und Gastdozenturen unter anderem an der internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg, Chopin-Akademie Warschau, Oberlin College (USA), u. v. a.

1978 Gründung der Carl-Flesch-Kurse in Baden-Baden.

1980-1990 Leitung der Violoncellomeisterklasse am Konservatorium Schaffhausen (Schweiz)

1985-1989 gleichzeitig Professur an der California State University

1987-1992 Dozent an der Musikhochschule Stuttgart in der Nachfolge von Prof. Antonio Janigro.

01.10.1991 Berufung zum Professor für Violoncello an der Musikhochschule Mannheim

Auftritte als Konzertcellist in West- und Osteuropa und im Fernen Osten. Er wurde in New York (Rockefeller), Barcelona (Casals) und Bologna (Accademia Filarmonica) mit internationalen Preisen bedacht. Bereits in frühem Alter hat er als Kammermusikpartner ruhmreicher Altmeister wie Rudolf Serkin, Sándor Végh, Denes Zsigmondy, und Zeitgenossen wie Peter Serkin, Alberto Lysy und Jeremy Menuhin einprägsame musikalische Erfahrungen machen dürfen.

Seine CD-Einspielungen beinhalten ein vielseitiges Repertoire, das sich von den Bach-Suiten über frühklassische Kammermusik, die romantische Celloliteratur, und eine Gesamtausgabe der Cellowerke Gabriel Faurés bis hin zu für ihn komponierten zeitgenössischen Werken erstreckt. Künstlerische Leitung des Ascoli Piceno Festivals in Italien.

Durch seine internationale langjährige Konzert- und Lehrtätigkeit (verbunden mit dem Beherrschen mehrerer Fremdsprachen) hat er ein für die Hochschule wertvolles Netzwerk entsprechender Kontakte aufgebaut, durch das mittlerweile u. a. ein Austauschprogramm mit der Yale University in USA initiiert werden konnte.